ICE-Strecke bei Osnabrück nach Flaschenwurf von Brücke gesperrt - Polizei ermittelt
Bei einem gefährlichen Zwischenfall im Bahnverkehr haben bislang unbekannte Personen am Sonntagnachmittag einen fahrenden ICE von einer Brücke in der Nähe von Osnabrück mit einer Flasche beworfen. Der Lokführer bemerkte die beiden Personen, die wie Jugendliche aussahen, auf der über die Bahnlinie führenden Brücke und leitete umgehend eine Schnellbremsung ein, um den Zug zu stoppen.
Erhebliche Schäden am ICE trotz intakter Frontscheibe
Die dickwandige Flasche traf die Frontscheibe des Hochgeschwindigkeitszuges, die zwar nicht durchschlagen wurde, aber dennoch erheblich beschädigt wurde. Die Bundespolizei bestätigte, dass von den rund 600 Fahrgästen an Bord niemand verletzt wurde. Allerdings musste die Strecke für eine volle Stunde gesperrt werden, um die Sicherheit zu gewährleisten und erste Untersuchungen durchzuführen.
Polizeiliche Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr
Die Polizei suchte nach dem Vorfall sofort nach den Personen auf der Brücke, konnte jedoch niemanden mehr antreffen. Inzwischen wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Eine Sprecherin der Bundespolizei erklärte, dass die Schadenshöhe am ICE noch ermittelt werden muss, die Reparaturkosten aber voraussichtlich beträchtlich ausfallen werden.
Der Vorfall unterstreicht die potenziellen Gefahren solcher Handlungen für den Bahnverkehr und die Reisenden. Die Bundespolizei appelliert an die Öffentlichkeit, verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden, um ähnliche Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern.



