Gerichtsverfahren gegen PSG-Star Achraf Hakimi wegen schwerer Vorwürfe angeordnet
Die Staatsanwaltschaft Nanterre hat bestätigt, dass gegen den 27-jährigen Fußballprofi Achraf Hakimi ein Gerichtsverfahren wegen Vergewaltigungsvorwürfen angeordnet wurde. Der marokkanische Nationalspieler, der aktuell bei Paris Saint-Germain unter Vertrag steht und von 2018 bis 2020 für Borussia Dortmund spielte, muss sich damit vor einem französischen Gericht verantworten. Ein konkreter Termin für den Prozess steht allerdings noch nicht fest.
Hakimi reagiert fassungslos auf die Ankündigung
Über seine Social-Media-Kanäle äußerte sich der Verteidiger entsetzt zu den Entwicklungen: „Heutzutage genügt bereits eine Vergewaltigungsanschuldigung, um ein Verfahren zu rechtfertigen, obwohl ich diese Vorwürfe entschieden bestreite und beweisen kann, dass sie unwahr sind“, schrieb Hakimi. Der ehemalige BVB-Spieler betonte weiter, dass dieses Vorgehen sowohl gegenüber Unschuldigen als auch gegenüber tatsächlichen Opfern ungerecht sei. „Ich werde gelassen in diesen Prozess gehen, denn die Wahrheit wird ans Licht kommen“, versicherte der Fußballstar.
Hintergrund der Vorwürfe reicht bis ins Jahr 2023 zurück
Die Anschuldigungen gegen Hakimi stehen bereits seit längerer Zeit im Raum. Im Jahr 2023 hatte eine damals 24-jährige Frau behauptet, von dem Profifußballer vergewaltigt worden zu sein. Die beiden hatten sich ursprünglich über die Plattform Instagram kennengelernt und zu einem Treffen verabredet. Nach diesem Zusammentreffen erhob die Frau die schwerwiegenden Vorwürfe gegen Hakimi, erstattete jedoch zunächst keine offizielle Anzeige.
In den Medien kursierten daraufhin unterschiedliche Versionen der vermeintlichen Tat. Die Ermittlungsbehörden setzten Hakimi aufgrund der Vorwürfe unter Justizaufsicht. Sein Rechtsbeistand wirft der beschuldigenden Frau vor, die Ermittlungen aktiv behindert und sich medizinischen Untersuchungen verweigert zu haben. Was genau in jener Nacht geschah, muss nun ein französisches Gericht klären.
Sportliche Karriere und aktuelle Situation
Achraf Hakimi, der mit Paris Saint-Germain in der vergangenen Saison die Champions League gewann, wollte eigentlich mit sportlichen Erfolgen Schlagzeilen machen. Mit der marokkanischen Nationalmannschaft plant er die Teilnahme an der anstehenden Weltmeisterschaft im Sommer. Stattdessen holt ihn nun die Vergangenheit mit den langwierigen Ermittlungen und dem nun angeordneten Gerichtsverfahren ein.
Der Prozess wird nicht nur für Hakimi persönlich von großer Bedeutung sein, sondern könnte auch Auswirkungen auf seine sportliche Laufbahn und seine Reputation haben. Die Fußballwelt blickt gespannt auf die Entwicklungen in Frankreich, während das Gericht die Fakten des Falls aufarbeiten muss.



