E-Scooter auf Berliner Stadtautobahn geworfen: Mordkommission ermittelt
E-Scooter auf A100 geworfen: Mordkommission ermittelt

Berlin – Ein gefährlicher Vorfall auf der Berliner Stadtautobahn A100 hätte am frühen Sonntagmorgen beinahe zu einer Tragödie geführt. Gegen 1.10 Uhr warf eine bislang unbekannte Person einen E-Scooter von der Hermann-Ganswindt-Brücke in Berlin-Schöneberg auf die Fahrbahn der A100. Die Brücke befindet sich in der Nähe des Bahnhofs Südkreuz.

Taxifahrer entgeht nur knapp einem Unfall

Ein Taxifahrer, der zu dieser Zeit auf der Autobahn unterwegs war, konnte dem Hindernis im letzten Moment ausweichen. Wie die Polizei mitteilte, wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Der Fahrer blieb unversehrt, und es kam zu keinem Zusammenstoß mit anderen Fahrzeugen. Dennoch besteht kein Zweifel daran, dass die Situation lebensgefährlich war.

Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts

Die Berliner Polizei hat die Ermittlungen umgehend aufgenommen. Aufgrund der Schwere des Verdachts – es wird von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen – haben die Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Berlin die weiteren Untersuchungen übernommen. Die Beamten suchen nun nach Zeugen, die Hinweise auf den Täter oder die Täterin geben können. Es wird geprüft, ob Überwachungskameras in der Umgebung Aufnahmen gemacht haben könnten.

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Hintergründe noch unklar

Die Motive für die Tat sind bislang völlig unklar. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich um eine mutwillige Gefährdung des Straßenverkehrs handeln könnte. Ob der E-Scooter gestohlen war oder ob der Täter ihn selbst mitgeführt hatte, wird ebenfalls untersucht. Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Mithilfe: Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Der Vorfall zeigt erneut, wie schnell alltägliche Gegenstände zu gefährlichen Waffen werden können, wenn sie in falsche Hände geraten. Die A100 ist eine der meistbefahrenen Autobahnen Berlins, und ein Aufprall auf ein solches Hindernis bei hoher Geschwindigkeit hätte fatale Folgen haben können. Die Ermittlungen dauern an.

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