Bekiffter BMW-Fahrer rast durch Münchner Tempo-30-Zone
Ein 20-jähriger Münchner hat am Montagnachmittag in München-Milbertshofen für einen schweren Verkehrsverstoß gesorgt. Mit einem BMW 318i raste er durch die Leinthalerstraße, die als Tempo-30-Zone ausgewiesen ist. Eine Polizeistreife konnte den Raser mit einem Lasermessgerät stoppen und stellte dabei eine Geschwindigkeit von 60 km/h fest – das Doppelte der erlaubten Höchstgeschwindigkeit.
Kein Führerschein und keine Zulassung
Bei der anschließenden Kontrolle offenbarten sich weitere gravierende Verstöße. Der junge Mann verfügte über keine gültige Fahrerlaubnis. Zudem war der BMW weder zugelassen noch versichert. „Somit hätte das Fahrzeug nicht in Betrieb genommen werden dürfen“, betonte Polizeisprecher Christian Drexler am Dienstag. Die Beamten bemerkten bei dem Fahrer außerdem auffälliges Verhalten, das auf Drogenkonsum hindeutete.
Drogentest fällt positiv aus
Ein durchgeführter Drogenschnelltest reagierte positiv auf THC, den Wirkstoff von Cannabis. Dies deutet darauf hin, dass der Fahrer vermutlich vor der Fahrt einen Joint geraucht hatte. Aufgrund dieses Verdachts musste der 20-Jährige in einer Klinik eine Blutprobe abgeben, um den Drogenkonsum zweifelsfrei nachzuweisen.
Konsequenzen für den Raser
Für den Geschwindigkeitsverstoß erwartet den Münchner nun ein einmonatiges Fahrverbot, zwei Punkte im Verkehrszentralregister und ein Bußgeld von etwa 250 Euro. Zudem droht ihm ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Zulassungsverordnung. Sollte der Bluttest den THC-Konsum bestätigen, kommen ein weiteres Bußgeld in Höhe mehrerer Hundert Euro sowie ein zusätzlicher Monat Fahrverbot hinzu.
Die Polizei betont die Gefahr solcher Verstöße, insbesondere in verkehrsberuhigten Zonen, und warnt vor den schwerwiegenden Folgen von Drogen am Steuer in Kombination mit weiteren Regelverstößen.



