13-Jährige in Australien wegen 109 Straftaten vor Gericht: Richter sieht überwältigendes Risiko
13-Jährige in Australien wegen 109 Straftaten vor Gericht

13-Jährige in Australien wegen 109 Straftaten vor Gericht: Richter sieht überwältigendes Risiko

Der Fall einer 13-Jährigen, die in Australien wegen insgesamt 109 Anklagepunkten vor Gericht steht, sorgt landesweit für Aufsehen und intensive Diskussionen über Jugendkriminalität. Die Vorwürfe umfassen gefährliches Verhalten mit Verletzungsrisiko, Diebstahl und Einbruch, wie Ermittlungsbehörden und die Zeitung „The Age“ berichten.

Wochenlange Serie von Straftaten mit gestohlenen Fahrzeugen

Nach Angaben des Kriminalbeamten Jarryd Grey vor dem Jugendgericht in Melbourne soll das Mädchen über Wochen hinweg eine Reihe verschiedener Straftaten begangen haben, häufig unter Verwendung gestohlener Autos. Diese Taten hätten sich zuletzt gehäuft und seien im Schnitt mehr als einmal täglich verübt worden, was auf ein alarmierendes Muster hinweist.

Besonders besorgniserregend ist laut Grey, dass die Angeklagte gezielt Aufmerksamkeit im Internet gesucht und genau verfolgt habe, wie viele Berichte und Reaktionen ihre mutmaßlichen Taten auslösten. „Sie glaubt, dass ihr das Status in ihrer Gruppe verleiht, was sehr besorgniserregend ist“, sagte der Beamte und unterstrich damit die Rolle sozialer Medien in diesem Fall.

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Gezielter Angriff auf Radfahrer und beunruhigende Beweise

Ein besonders schwerwiegender Vorfall ereignete sich Ende März in einem Vorort von Melbourne, wo die Jugendliche mit einem gestohlenen Auto gezielt auf einen 45-jährigen Radfahrer zufuhr und ihn zu Boden stieß. Nur wenige Minuten später suchte sie im Internet nach Informationen zu den Strafen für Überfahren, was laut Polizei auf Vorsätzlichkeit hindeutet.

Der Radfahrer leidet weiterhin unter Nackenschmerzen, Schwindel und Sprachproblemen, wie das Gericht mitteilte. Auf dem Mobiltelefon der Jugendlichen fanden Ermittler zudem „beunruhigendes“ Material, darunter Videos, die weitere Einblicke in ihre Motivation geben könnten.

Freilassung abgelehnt: Überwältigendes Risiko für die Gemeinschaft

Der Antrag auf Freilassung gegen Kaution wurde vom Richter abgelehnt, der ein „überwältigendes Risiko“ für die Gemeinschaft feststellte. Diese Entscheidung unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe und die Sorge um öffentliche Sicherheit.

Die 13-Jährige soll in 21 Tagen erneut vor Gericht erscheinen, während der Fall weiterhin Schlagzeilen macht und Fragen zu Präventionsmaßnahmen und Jugendjustiz aufwirft. Die Ermittlungen und das Verfahren werden von Behörden und Medien aufmerksam verfolgt, da sie exemplarisch für Herausforderungen im Umgang mit schwerer Jugendkriminalität stehen.

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