Radioaktives Wasser und Asbest: Das giftige Erbe der USA auf Grönland
USA hinterlassen giftiges Erbe auf Grönland

Die USA bemühen sich intensiv um mehr Einfluss in Grönland. Doch Recherchen von Jan Petter und Sara Wess decken nun die erheblichen Umweltschäden auf, die das Land an früheren US-Militärbasen auf der Insel hinterlassen hat. An der ehemaligen Satellitenstation in Kangerlussuaq sind Verschmutzungen teilweise mit bloßem Auge sichtbar.

Giftige Hinterlassenschaften an mehreren Standorten

Die Untersuchungen zeigen, dass an verschiedenen ehemaligen US-Stützpunkten radioaktives Wasser, Asbest und verrostete Ölfässer die Umwelt belasten. Diese Altlasten stellen ein ernstes Risiko für die empfindliche arktische Ökosysteme dar. Laut den Recherchen sind die Schäden zum Teil so massiv, dass sie ohne technische Hilfsmittel erkennbar sind.

Strategische Bedeutung versus ökologische Verantwortung

Die Enthüllungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die USA ihre strategischen Interessen in Grönland verstärken wollen. Die Insel ist aufgrund ihrer Lage im Nordatlantik und ihrer Ressourcen von wachsender geopolitischer Bedeutung. Die Umweltschäden werfen jedoch Fragen zur Verantwortung der USA für die Hinterlassenschaften ihrer Militärpräsenz auf.

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Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums erklärte auf Nachfrage: „Wir nehmen die Berichte über Umweltverschmutzung ernst und arbeiten mit den grönländischen Behörden zusammen, um die Situation zu bewerten und notwendige Maßnahmen zu ergreifen.“ Bislang gibt es jedoch keine konkreten Zusagen für eine umfassende Sanierung.

Ausmaß der Verschmutzung und Forderungen nach Aufräumarbeiten

Experten schätzen, dass die Beseitigung der Altlasten mehrere Jahrzehnte dauern und Kosten in Milliardenhöhe verursachen könnte. Grönländische Umweltschutzorganisationen fordern ein sofortiges Eingreifen. „Die USA müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und die Schäden beheben, die sie über Jahrzehnte verursacht haben“, sagte ein Vertreter der Organisation „Grönland für Morgen“.

Die grönländische Regierung hat angekündigt, die Ergebnisse der Recherchen zu prüfen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten. Ein Regierungssprecher betonte: „Wir werden nicht zulassen, dass die Umwelt Grönlands weiterhin unter den Folgen ausländischer Militäraktivitäten leidet.“

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