Bis zu 80 Prozent der Bevölkerung leiden an einem Mangel an Omega-3-Fettsäuren. Diese essenziellen Fettsäuren sind entscheidend für die Gesundheit: Sie schützen die Gefäße, wirken entzündungshemmend und fördern die geistige Leistungsfähigkeit. Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner, gibt Einblicke, welche Lebensmittel und Supplements den Bedarf decken.
Die drei wichtigsten Omega-3-Fettsäuren
Laut Dr. Riedl sind Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) die Schlüsselkomponenten. ALA kommt vor allem in pflanzlichen Quellen wie Leinsamen, Walnüssen und Rapsöl vor. EPA und DHA finden sich hauptsächlich in fettem Fisch wie Lachs, Makrele und Hering. „Kein einzelnes Lebensmittel liefert alle essenziellen Fettsäuren auf einmal“, betont der Experte. „Vielfalt ist entscheidend.“
Warum ein Mangel gefährlich ist
Ein Omega-3-Defizit erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, entzündliche Prozesse und kognitive Beeinträchtigungen. Dr. Riedl warnt: „Die Fettsäuren sollten in unserer Ernährung immer präsent sein.“ Besonders gefährdet sind Menschen, die wenig Fisch essen oder sich vegan ernähren. In solchen Fällen können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein.
Empfehlungen für Supplements
Dr. Riedl rät zu hochwertigen Omega-3-Präparaten mit einem ausgewogenen Verhältnis von EPA zu DHA. „Achten Sie auf Reinheit und Nachhaltigkeit“, so der Mediziner. Produkte aus Algenöl eignen sich für Veganer, während Fischölkapseln für andere eine gute Option darstellen. Die Dosierung sollte individuell angepasst werden – idealerweise nach Rücksprache mit einem Arzt.
Die Funke Mediengruppe veröffentlichte den Beitrag am 1. Juli 2026. Elisabeth Jessen beleuchtet darin die wichtigsten Aspekte rund um Omega-3 und die Prävention von Mangelerscheinungen.



