Sechsfacher Mord: Haftbefehl für den Killer von Stade
Sechsfacher Mord: Haftbefehl für den Killer von Stade

Die Polizei hat am Sonntag Haftbefehl gegen einen 33-jährigen Mann erlassen, der im niedersächsischen Stade sechs Menschen getötet haben soll. Der Verdächtige wurde am Samstagabend festgenommen, nachdem er sich der Polizei gestellt hatte. Die Bluttat ereignete sich in der Nacht zum Samstag in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Hahle. Die Opfer sind drei Frauen und drei Männer im Alter von 23 bis 56 Jahren. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus, der genaue Hintergrund ist noch unklar.

Festnahme nach sechsfachem Mord

Der 33-Jährige wurde am Samstag gegen 20 Uhr in einem Waldstück nahe Stade festgenommen. Zuvor hatte er die Polizei selbst angerufen und sich gestellt. Die Beamten fanden ihn unverletzt vor. Der Mann war zuvor nicht polizeibekannt und hatte keine Vorstrafen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er die Taten allein begangen hat. Die Obduktion der Opfer soll am Montag erfolgen.

Ermittlungen zum Tathergang

Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen zum Tathergang aufgenommen. Die Tatwaffe, ein Messer, wurde sichergestellt. Die Beamten durchsuchen die Wohnung des Tatverdächtigen und die Tatorte. Die Staatsanwaltschaft Verden geht von einer vorsätzlichen Tötung aus. Die Polizei schließt ein Beziehungsgeflecht zwischen Täter und Opfern nicht aus. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.

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Zeugenaufruf und weitere Maßnahmen

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Tatverdächtigen oder den Opfern geben können, sich zu melden. Die Ermittler haben eine Mordkommission eingerichtet. Die Stadt Stade steht unter Schock. Bürgermeister Sönke Hartlef sprach von einer „unfassbaren Tat“ und sagte: „Unser Mitgefühl gilt den Familien der Opfer.“ Die Polizei hat die Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt verstärkt.

Reaktionen aus der Politik

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) zeigte sich bestürzt über die Tat. „Das ist eine schreckliche Bluttat, die uns alle tief erschüttert. Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung“, sagte er. Auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) äußerte sich betroffen. Die Tat hat in der Region für großes Entsetzen gesorgt.

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