Hausdurchsuchungen bei Aktivisten des Zentrums für Politische Schönheit in Berlin
Hausdurchsuchungen bei Zentrum für Politische Schönheit

Am Donnerstagmorgen hat die Polizei in Berlin Wohnungen von Mitgliedern des Zentrums für Politische Schönheit durchsucht. Die Gruppe selbst berichtete auf der Plattform X von der Aktion. „Auf Betreiben der Staatsanwaltschaft Sachsen wurde heute um 6 Uhr morgens Kunst kriminalisiert: Familien & Kinder aus dem Schlaf gerissen, Teammitglieder schikaniert, Geräte beschlagnahmt und zur DNA-Abgabe gezwungen“, hieß es in dem Posting. Demnach wurden auch Fingerabdrücke genommen.

Hintergrund der Durchsuchungen

Laut Angaben der Aktivisten steht die Razzia im Zusammenhang mit einem Plakat des Zentrums, das die Weitergabe von Akten der sächsischen Polizei an Rechtsradikale kritisiert. Die Berliner Morgenpost hatte eine Anfrage an die Gruppe gestellt, die bis zur Veröffentlichung unbeantwortet blieb.

Provokante Aktionen der Gruppe

Das Zentrum für Politische Schönheit sorgt seit Jahren mit provokanten Aktionen für Aufsehen. Im Sommer 2025 störten Aktivisten ein ARD-Interview mit AfD-Chefin Alice Weidel im Berliner Regierungsviertel. Anfang Juni 2026 servierten sie AfD-Politikern vor dem Landesparteitag in Heidenheim ein aus veganem Hackfleisch geformtes Hakenkreuz im Hotel. Bereits Ende 2025 hatten sie vor dem Konrad-Adenauer-Haus der CDU in Berlin eine Statue des ermordeten Walter Lübcke aufgestellt.

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