Diebstahl der Füchse-Meisterschale: 42-Jähriger vor Gericht
Füchse-Meisterschale gestohlen: 42-Jähriger vor Gericht

Prozessauftakt nach Diebstahl der Meisterschale

Rund sieben Monate nach dem Diebstahl der Meisterschale der Füchse Berlin hat am heutigen Tag vor dem Landgericht Berlin der Prozess gegen einen 42-jährigen Mann begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in die Geschäftsstelle des Handball-Bundesligisten am Gendarmenmarkt eingedrungen zu sein und neben Bargeld auch die silberne Trophäe gestohlen zu haben. Der Fall ist Teil einer größeren Anklage, die insgesamt mehr als 130 Straftaten umfasst, darunter 25 Einbrüche.

Umfangreiche Tatenserie zwischen 2023 und 2026

Dem Angeklagten wird eine Serie von Straftaten zwischen Februar 2023 und Januar 2026 zur Last gelegt. Mit selbst angefertigten Nachschlüsseln soll er in diverse Geschäfte und Gewerberäume im Berliner Stadtgebiet eingedrungen sein, um Wertgegenstände zu stehlen. Die Anklage lautet unter anderem auf gewerbsmäßigen Diebstahl im besonders schweren Fall. Ob sich der Mann zu den Vorwürfen äußern wird, blieb zu Prozessbeginn zunächst offen.

Die Meisterschale: Verschwunden und wieder aufgetaucht

Die Trophäe, die die Füchse Berlin Anfang Juni 2025 erstmals gewonnen hatten, galt monatelang als verschwunden. Sie wurde schließlich bei einer Inventur in einem selten genutzten Keller der Geschäftsstelle entdeckt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte die silberne Meisterschale bei der Tat am 18. November 2025 hinter Kartons „für den späteren Abtransport für Dritte nicht erreichbar im Keller des Gebäudes versteckt und zwischengelagert“ hatte. Zunächst bestand die Vermutung, dass die Trophäe eingeschmolzen worden sei.

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Weitere Taten und Schadenssumme

Die Serie von Einbrüchen begann laut Anklage im Februar 2023 im Bürgeramt Köpenick. Der 42-Jährige soll unter anderem Reisepässe, Führerscheine, Aufenthaltstitel und Quittungsblöcke gestohlen haben. Bei anderen Taten habe er auch EC-Karten erbeutet und diese in insgesamt 111 Fällen genutzt, um an Geldautomaten Beträge zwischen 500 Euro und 1.000 Euro abzuheben - insgesamt rund 81.000 Euro.

Hintergrund des Angeklagten und Verfahrensstand

Der angeklagte Berliner, der seit über 20 Jahren immer wieder wegen Diebstahls aufgefallen sein soll und bereits Haftstrafen verbüßen musste, wurde am 13. Januar festgenommen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind bislang sechs weitere Tage bis zum 13. August terminiert.

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