In Berlin-Lichtenberg hat ein kurzer Moment der Unachtsamkeit zu einer Tragödie geführt. Ein 18 Monate altes Mädchen ist in der Nacht zu Samstag in der Badewanne ertrunken, nachdem seine Mutter den Raum für wenige Augenblicke verlassen hatte. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen.
Hergang des Unglücks in der Landsberger Allee
Laut Angaben der Polizei und eines Berichts der „B.Z.“ setzte die 26-jährige Mutter ihre Tochter kurz nach Mitternacht in die Badewanne. Sie verließ dann kurz das Badezimmer, um etwas zu holen. Als sie zurückkehrte, schwamm das Mädchen mit dem Gesicht nach unten im Wasser. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen und des schnellen Eintreffens eines Notarztes kam für das Kind jede Hilfe zu spät.
Ermittlungen gegen die Mutter
Die Polizei hat gegen die Mutter ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vernachlässigung der Aufsichtspflicht eingeleitet. Zudem ist eine Obduktion im Rahmen eines Todesermittlungsverfahrens vorgesehen. Die Großmutter des Kindes, die ebenfalls in dem Mehrfamilienhaus in der Landsberger Allee wohnt, musste ärztlich betreut werden.
Hintergrund und Warnhinweise
Die genauen Umstände des Vorfalls werden derzeit von der Kriminalpolizei untersucht. Experten warnen immer wieder vor den Gefahren des Badens für Kleinkinder: Bereits wenige Zentimeter Wasser und eine kurze Unachtsamkeit können tödlich enden. Die Polizei bittet Eltern, Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Badewanne zu lassen.



