Vierter tödlicher Badeunfall in Berlin binnen weniger Tage
Vierter tödlicher Badeunfall in Berlin binnen Tagen

Die Hitzewelle in Berlin fordert erneut Todesopfer: Am Samstag sind zwei Menschen beim Baden ums Leben gekommen. Im Tempelhofer Hafen wurde eine leblose Person geborgen, in der Jungfernheide erlitt ein Mann einen Kreislaufstillstand. Es sind die vierten und fünften tödlichen Badeunfälle in der Region innerhalb weniger Tage.

Tragödie im Volkspark Jungfernheide

Gegen 13 Uhr wurde die Feuerwehr zum Volkspark Jungfernheide alarmiert. Badegäste hatten einen Mann regungslos im Wasser treiben sehen und ihn an Land gezogen. Der Mann hatte einen Kreislaufstillstand erlitten. Ersthelfer begannen sofort mit der Reanimation, während andere die Feuerwehr riefen. Auch die Rettungskräfte versuchten vergeblich, den Mann wiederzubeleben. Er verstarb noch vor Ort.

Rätselhafter Fall im Tempelhofer Hafen

Am Samstagmittag wurde auch im Tempelhofer Hafen eine tote Person gefunden. Die Polizei bestätigte der Berliner Morgenpost den Fund. Nach ersten Ermittlungen deutet vieles auf Ertrinken hin, die Todesursache ist jedoch noch unklar. Zeugen berichten, der Mann habe sich entkleidet, sei ruhig ins Wasser gestiegen und habe ein paar Runden gedreht, bevor er leblos an der Oberfläche trieb. Passanten zogen den Körper gemeinsam mit der Polizei an der Ordensmeisterstraße aus dem Wasser. Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. „Es wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet“, so ein Polizeisprecher. „Es ist möglich, dass er wegen eines Schocks, eines Herzstillstands oder eines Kreislaufkollaps gestorben ist.“

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Bereits vier Todesfälle in kurzer Zeit

Es ist bereits der vierte tödliche Badeunfall in Berlin und Umgebung binnen weniger Tage. Am Donnerstag war ein 17-Jähriger nach einem Badeunfall in der Krummen Lanke im Berliner Südwesten verstorben. Zeugen hatten den Jugendlichen leblos aus dem Wasser gezogen; er starb später im Krankenhaus. 15 Mitschüler, die mit ihm am See waren, wurden betreut. Am vergangenen Sonntag kam auf dem Wandlitzsee in Brandenburg ein 29-jähriger Mann ums Leben, der von einem Stand-up-Paddle-Board ins Wasser gefallen war. Seine Tochter konnte gerettet werden, die Ehefrau musste das Unglück mit ansehen.

Hitzeschlag im Columbiabad

Im Columbiabad in Berlin-Kreuzberg erlitten am Samstag zwei Frauen einen Hitzeschlag und mussten von der Feuerwehr behandelt werden. Eine von ihnen wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Rettungsschwimmer mahnen zur Vorsicht

Robert Büschel vom DLRG Landesverband Brandenburg warnt: „Wer in der brütenden Hitze lag, sollte nicht einfach ins Wasser springen.“ Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad bestehe die Gefahr eines Kreislaufkollapses. Menschen mit Vorerkrankungen und Herz-Kreislauf-Schwächen sollten besonders behutsam sein. Büschel rät, langsam und behutsam ins Wasser zu gehen. Zudem appelliert er an Eltern: „Wenn Sie mit Kindern ans Wasser gehen: Haben Sie Ihre Kinder im Blick!“ Gerade bei Nichtschwimmern oder kleineren Kindern solle man so nah dran sein, dass man im Ernstfall zupacken könne.

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