RBB-Moderator Elstermann distanziert sich von Nuhrs Femizid-Satire
Elstermann schämt sich für Nuhrs Femizid-Witz

RBB-Moderator Knut Elstermann hat sich öffentlich von einem umstrittenen TV-Gag des Kabarettisten Dieter Nuhr distanziert. In einem Posting erklärte Elstermann, er schäme sich für Nuhrs Auftritt. Der Vorfall ereignete sich in der Sendung „Nuhr im Ersten“, in der Nuhr einen Witz über Femizide machte, der breite Kritik auslöste.

Elstermanns klare Positionierung

Elstermann schrieb auf der Plattform X (ehemals Twitter): „Ich schäme mich für Dieter Nuhr.“ Damit bezog er sich auf Nuhrs Aussage, in der er Femizide verharmloste. Der RBB-Rundfunkrat tagt an diesem Donnerstag, was Elstermann als Anlass für eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit Nuhrs Rolle beim Sender sieht. „Gute Gelegenheit, sich mit Nuhr zu beschäftigen“, so der Kommentator Joachim Huber im Tagesspiegel.

Reaktionen und Hintergründe

Die Satire von Nuhr sorgte für Empörung in sozialen Medien und bei Frauenverbänden. Kritiker werfen ihm vor, Gewalt gegen Frauen zu verharmlosen. Der RBB hat sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert. Elstermanns Schritt wird als seltene interne Kritik gewertet: „Hat es das überhaupt schon einmal gegeben, dass sich ein Mitarbeiter des Rundfunks Berlin-Brandenburg für einen Mitarbeiter schämt?“, fragt Huber in seinem Kommentar.

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Rundfunkrat tagt am Donnerstag

Die Sitzung des RBB-Rundfunkrats am Donnerstag könnte nun auch Nuhrs Zukunft beim Sender thematisieren. Der Rundfunkrat ist das Aufsichtsgremium des Senders und kann über Programmrichtlinien entscheiden. Bisher gibt es keine offizielle Tagesordnung, die Nuhr betrifft, doch die Diskussion ist durch Elstermanns Äußerung neu entfacht.

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