Angesichts der massiven Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Berlin fordern die Bezirke mehr Unterstützung des Senats. „Aus meiner Sicht muss der Eichenprozessionsspinner endlich als berlinweite Gesundheitsgefährdung anerkannt werden“, sagt Spandaus Umweltstadtrat Thorsten Schatz (CDU) dem Tagesspiegel. „Ich erwarte von der Gesundheitssenatorin deutlich mehr Engagement.“
Bezirke alarmiert über starken Befall
Nahezu alle Berliner Bezirke melden einen verstärkten Befall mit den gefährlichen Raupen. Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können bei Menschen und Tieren starke allergische Reaktionen, Hautausschläge und Atemprobleme auslösen. Die Bezirke fordern daher dringend Unterstützung von der Landesebene, um die Ausbreitung zu bekämpfen und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.
Senat lehnt Zuständigkeit ab
Doch der Berliner Senat zeigt sich bisher zurückhaltend. Eine Zuständigkeit für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wird von der Landesebene abgelehnt. Die Bezirke sehen sich dadurch alleingelassen und kritisieren die mangelnde Koordination. „Es kann nicht sein, dass jeder Bezirk allein kämpft, während der Senat sich wegduckt“, so Schatz weiter.
Die Diskussion um die Zuständigkeiten und die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Plage dauert an. Die Bezirke appellieren an den Senat, endlich aktiv zu werden und eine berlinweite Strategie zu entwickeln.



