Azubis gegen Rechts: Wie Auszubildende ihre Betriebe verändern wollen
Azubis gegen Rechts: Engagement in Betrieben

Die Initiative „Azubis gegen Rechts“ hat sich zum Ziel gesetzt, rechte Vorfälle in Berufsschulen und Betrieben zu bekämpfen. Dazu gehören Wehrmacht-Sticker in der Berufsschule oder rassistische Sprüche auf dem Bau. Die Auszubildenden, die sich engagieren, sind oft auf sich allein gestellt. Ein Stammtisch der Gruppe in Hannover zeigt, wie sie vorgehen.

Sticker und Gespräche als Mittel

Die Gruppe verteilt Aufkleber mit Botschaften gegen Rechts und sucht das Gespräch mit Kollegen. „Wir wollen nicht wegschauen, sondern aktiv werden“, sagt ein Mitglied. Die Aktionen sind oft niedrigschwellig, aber wirkungsvoll. Ein Beispiel: Ein Auszubildender entdeckte einen Aufkleber mit verfassungsfeindlichem Inhalt an der Werkbank und meldete dies der Ausbildungsleitung.

Herausforderungen im Betrieb

Viele Azubis berichten, dass sie mit ihrem Engagement allein dastehen. Vorgesetzte ignorieren oft die Vorfälle oder bagatellisieren sie. „Man wird als Nestbeschmutzer abgestempelt“, so ein Teilnehmer. Die Gruppe bietet daher Austausch und Unterstützung. In Hannover treffen sich regelmäßig 15 bis 20 junge Menschen, um Erfahrungen auszutauschen.

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Wirkung und Grenzen

Die Initiative hat bereits erste Erfolge erzielt. In einigen Betrieben wurden Sticker entfernt und Gespräche mit der Belegschaft geführt. „Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als nichts“, resümiert ein Aktivist. Die Gruppe plant, ihre Aktionen auszuweiten und mehr Azubis zu erreichen.

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