Alemannia 1890: Wilder Wiese statt Tennisplatz – Verein kämpft um Zukunft
Alemannia 1890: Wilder Wiese statt Tennisplatz

Der Berliner Sportverein BFC Alemannia 1890 im Kienhorstpark steht vor großen Herausforderungen: Statt eines bespielbaren Tennisplatzes findet sich dort derzeit eine Wildwiese. Der Reinickendorfer Traditionsverein kämpft mit maroden Plätzen und bürokratischen Hürden, die die Mitglieder verzweifeln lassen. Doch nun gibt es einen Hoffnungsschimmer: Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) besuchte den Verein zusammen mit ihrem Mann, dem SPD-Abgeordneten Jörg Stroedter.

Marode Anlagen und Mitgliederschwund

Die Tennisplätze des Vereins sind seit Jahren in einem desolaten Zustand. „Wir haben hier eine Wildwiese, auf der kein Spiel möglich ist“, klagt ein Vorstandsmitglied. Der fehlende Platz zwingt viele Mitglieder zum Aufgeben. Die Mitgliederzahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Laut Vereinsangaben verlor Alemannia 1890 rund 30 Prozent seiner aktiven Sportler. Die verbliebenen Mitglieder trainieren notgedrungen auf provisorischen Flächen oder weichen auf andere Vereine aus.

Bürokratie als Hemmschuh

Neben den baulichen Problemen leidet der Verein unter bürokratischen Hürden. „Die Genehmigungsverfahren für Sanierungen sind langwierig und kompliziert“, erklärt der Vorsitzende. „Wir haben mehrfach Anträge gestellt, aber es passiert nichts.“ Die Stadt Berlin habe zwar Fördermittel in Aussicht gestellt, doch die Umsetzung stocke. „Wir brauchen dringend eine schnelle Lösung, sonst ist der Verein in Gefahr“, so der Vorsitzende weiter.

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Hoffnung durch Politikbesuch

Der Besuch von Sportsenatorin Spranger und Abgeordnetem Stroedter am 30. Juni 2026 weckt neue Hoffnung. Spranger zeigte sich betroffen von der Lage: „Ich sehe den Handlungsbedarf. Wir werden prüfen, wie wir den Verein unterstützen können.“ Konkrete Zusagen gab es jedoch nicht. Der Verein hofft nun auf eine beschleunigte Bearbeitung der Sanierungsanträge und zusätzliche Finanzspritzen.

Zukunft des Vereins ungewiss

Trotz der politischen Unterstützung bleibt die Zukunft ungewiss. „Wir brauchen nicht nur Versprechungen, sondern Taten“, betont ein langjähriges Mitglied. Die Sanierung der Tennisplätze ist auf rund 200.000 Euro veranschlagt. Der Verein hat bereits Spendenaktionen gestartet, um einen Teil der Kosten zu decken. Ohne schnelle Hilfe droht Alemannia 1890 das Aus nach 136 Jahren Vereinsgeschichte.

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