Die Bundesanwaltschaft hat im baden-württembergischen Ortenaukreis einen mutmaßlichen Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) festnehmen lassen. Der Mann soll sich spätestens im April 2016 im Irak dem IS angeschlossen haben und bis ins Frühjahr 2017 bei einer Kampfeinheit im Einsatz gewesen sein, teilte die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde mit.
Festnahme durch Landeskriminalamt
Beamte des Landeskriminalamts Baden-Württemberg nahmen den Iraker am Donnerstag fest. Er wurde dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt, der den Haftbefehl eröffnete und Untersuchungshaft anordnete. Der Festgenommene lebt im Ortenaukreis, einer Region zwischen Rhein und Schwarzwald.
Vorwurf der Mitgliedschaft in terroristischer Vereinigung
Der Beschuldigte sei dringend verdächtig, sich – zunächst als Heranwachsender, später als Erwachsener – mitgliedschaftlich in einer terroristischen Vereinigung im Ausland betätigt zu haben, so der Vorwurf der Bundesanwaltschaft. Im deutschen Strafrecht gilt als Heranwachsender, wer über 18, aber noch unter 21 Jahre alt ist.



