Innsbrucker Platz in Berlin: Eine unaufwertbare Verkehrshölle
Innsbrucker Platz: Eine unaufwertbare Verkehrshölle

Der Innsbrucker Platz in Tempelhof-Schöneberg gilt als einer der seelenlosesten Orte Berlins. Das schreibt Bezirksreporter Leonard Laurig in einem Kommentar für die Berliner Morgenpost. Die Bezeichnung als Platz sei eine „Gemeinheit aus Beton“ und ein „städtebauliches Armutszeugnis“. Der Ort zwischen Friedenau und Schöneberg sei eine Verkehrshölle, die ihren Namen nicht verdiene.

Beschreibung des Platzes: Tristesse und Leerstand

Laut Laurig erschlage einen jedes Mal die Tristesse, wenn man dort unterwegs sei. Die Bänke auf dem winzigen Grünstreifen neben der Autobahnauffahrt seien „reiner Hohn“ – dort sitze nie jemand. In der Unterführung zur U-Bahn begegneten sich höchstens Ratten. Die Ladenzeilen stünden natürlich leer. Der Platz sei als Ergebnis einer Verzweiflungstat angelegt worden. Der einzige Trost: Vor und hinter dem Innsbrucker Platz werde es schnell wieder schön – an diesem Unort scheine die Sonne jedoch nie.

Neubauprojekt „Friedenauer Höhe“: Augenwischerei statt Aufwertung

In unmittelbarer Nähe entstehe mit dem neuen Quartier „Friedenauer Höhe“ ein riesiges Neubauprojekt. Angesichts der Wohnungskrise in Berlin sei das ein notwendiger Schritt, so Laurig. Das Bezirksamt erkläre jedoch, mit dem neuen Quartier gehe auch eine „Aufwertung“ des Innsbrucker Platzes einher. Das sei Augenwischerei. Von niemandem, der diesen Platz kenne, könne solch eine Aussage ernst genommen werden. Der Innsbrucker Platz könne nicht aufgewertet werden – es sei aussichtslos. Denn dieser Platz sei als Verkehrshölle angelegt und verloren.

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