Das Thüringer Museum für Elektrotechnik ruft ehemalige Konstrukteure und Entwicklungsingenieure auf, dem Museum Unterlagen aus ihrer beruflichen Tätigkeit zu überlassen. Diese sollen im Thüringer Industriearchiv dauerhaft bewahrt und der Forschung zugänglich gemacht werden. Das Museum befürchtet, dass Hinterbliebene die Papiere nach dem Tod der Ingenieure entsorgen könnten, weil sie deren kultur- und industriehistorische Bedeutung möglicherweise nicht erkennen.
Besonders wichtig sind Unterlagen zur Entwicklung der Halbleitertechnik und Mikroelektronik in Thüringen seit 1959. In der DDR waren diese oft als geheim oder vertrauliche Verschlusssachen eingestuft. Das Museum bezeichnet sie als „unschätzbar wichtige Quellen“ für die Forschung. Interessierte können sich über die Website des Museums melden.
Der Aufruf erfolgt anlässlich des Tags der Archive am 7. und 8. März. An diesem Wochenende öffnen in Thüringen zahlreiche Stadt-, Kreis- und Staatsarchive ihre Türen für Besucher. Das Museum selbst verfügt seit Jahren über keine eigene Ausstellungsfläche, aber über ein Depot.



