Der Leuchtturm am Kap Arkona auf Rügen bleibt länger als geplant für Besucher gesperrt. Grund sind Verzögerungen bei den Sanierungsarbeiten, die auf den langen und witterungsintensiven Winter zurückzuführen sind. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee teilte mit, dass insbesondere das Wetter im Februar die Arbeiten behindert habe.
Ursprünglich war vorgesehen, dass die Besucherplattform des Turms zum Saisonstart im April wieder öffnet. Doch aufgrund der Verzögerungen kann derzeit kein verbindlicher Fertigstellungstermin genannt werden. Das WSA geht davon aus, dass in den kommenden sechs bis sieben Wochen noch kein Abschluss der Bauarbeiten erfolgt.
Der Leuchtturm Kap Arkona wird als Seezeichen für die Schifffahrt umfassend saniert. Die letzte vergleichbare Sanierung fand 1991 statt. Wind und Wetter hatten in der exponierten Lage Schäden verursacht. Geplant waren Stahlbau- und Mauerwerksarbeiten. Die Kosten wurden auf 500.000 Euro veranschlagt.
Der Turm ist seit 1905 in Betrieb. Sein Leuchtfeuer liegt 75 Meter über dem Meeresspiegel, der Bau selbst ist 35 Meter hoch. Über 164 Stufen erreicht man die Aussichtsplattform, von der aus bei gutem Wetter Hiddensee und die dänische Insel Møn sichtbar sind. Der Turm steht unter Denkmalschutz.



