Spritspar-Dongles entlarvt: Blinkende LEDs statt Kraftstoffersparnis
Spritspar-Dongles: Blinkende LEDs statt Ersparnis

Spritspar-Dongles entlarvt: Blinkende LEDs statt Kraftstoffersparnis

In Zeiten hoher Spritpreise suchen viele Autofahrer nach schnellen Lösungen, um ihren Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Besonders verlockend wirken dabei kleine Stecker, die direkt in die Diagnose-Schnittstelle des Fahrzeugs gesteckt werden sollen. Doch Experten warnen eindringlich: Bei diesen sogenannten Spritspar-Dongles handelt es sich um reine Abzocke.

Fabrikfrischer Elektroschrott ohne Wirkung

Laut aktuellen Berichten von heise online und dem ADAC sind die beworbenen Spritspar-Stecker vollkommen wirkungslos. Die Geräte, die in der OBD-Schnittstelle der Autos platziert werden sollen, werden von Fachleuten als "fabrikfrischer Elektroschrott" bezeichnet. Wer tatsächlich Geld in diese Produkte investiert, erhält lediglich einen Stecker, der blinkt – mehr nicht.

Bereits im Jahr 2024 hatte der ADAC gemeinsam mit dem Fachmagazin c't einen solchen Spritspar-Dongle genauer untersucht. Das Ergebnis war ernüchternd: Der Dongle bestand lediglich aus Leuchtdioden und anderen elektrischen Bauteilen in einem kleinen Gehäuse. Einige dieser Bauelemente waren nicht einmal miteinander verbunden, was die völlige Wirkungslosigkeit des Produkts belegt.

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Fragwürdige Werbeversprechen und Kaufdruck

Die Anbieter dieser angeblichen Spar-Wundertechnik versprechen bis zu 55 Prozent Kraftstoffersparnis. In Spam-E-mails wird häufig behauptet, dass Autohersteller ihre Motoren "für die breitestmögliche Palette von Bedingungen, nicht für Ihre spezifischen Fahrgewohnheiten" kalibrieren würden. Diese Argumentation soll den Eindruck erwecken, dass die Dongles eine individuelle Optimierung ermöglichen.

Das Perfide an der Werbung ist laut ADAC die Verwendung vermeintlicher Fachleute und gefälschter Erfahrungsberichte von Autofahrern. Zudem werden fragwürdige Zertifikate präsentiert, die Seriosität suggerieren sollen. Um Kaufdruck zu erzeugen, behaupten die Anbieter regelmäßig, dass die Anzahl der verfügbaren Produkte "extrem begrenzt" sei.

ADAC-Experte: "Wundermittel gibt es nicht"

Markus Sippl vom ADAC bringt es auf den Punkt: "Wäre die versprochene Wirkung tatsächlich erreichbar, würden solche Produkte längst von Autoherstellern serienmäßig verbaut." Der Experte warnt davor, auf solche ominösen Angebote hereinzufallen.

Immer wieder kommen laut ADAC sogenannte Spritsparwundermittel auf den Markt. Dazu zählen nicht nur die blinkenden Dongles, sondern auch Pillen für den Tank, Magnete an der Kraftstoffleitung sowie spezielle Ölzusätze. Besonders in Phasen steigender Kraftstoffpreise, wie aktuell zu beobachten, tauchen diese Produkte vermehrt auf.

Wirksame Alternativen zum Spritsparen

ADAC-Experte Sippl gibt einen klaren Ratschlag: "Wir können nur raten, die Finger von solchen ominösen Angeboten zu lassen." Statt auf wirkungslose Wundermittel zu setzen, empfiehlt der Fachmann bewährte Methoden zur Kraftstoffersparnis.

Wirkungsvoll Sprit sparen lässt sich tatsächlich mit einem zurückhaltenden Gasfuß und vorausschauender Fahrweise. Weitere effektive Maßnahmen sind:

  • Regelmäßige Wartung des Fahrzeugs
  • Optimierung des Reifendrucks
  • Vermeidung von unnötigem Gewicht im Auto
  • Reduzierung von Kurzstreckenfahrten
  • Nutzung von Tempomat und Schubabschaltung

Spritsparwundermittel gebe es schlicht und ergreifend nicht, so das eindeutige Fazit des ADAC. Verbraucher sollten bei dubiosen Angeboten stets skeptisch bleiben und sich an seriöse Quellen halten.

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