Schnuller-Test enthüllt Sicherheitsmängel: Zwei Produkte fallen durch
Schnuller-Test: Zwei Produkte mit Sicherheitsmängeln

Schnuller im Sicherheitscheck: Nicht alle Beruhigungssauger sind unbedenklich

Für viele Säuglinge und Kleinkinder sind Schnuller unverzichtbare Tröster, die beim Einschlafen helfen und beruhigend wirken. Doch wie sicher sind diese beliebten Hilfsmittel wirklich? Die Stiftung Warentest hat nun eine aktuelle Untersuchung veröffentlicht, die Licht in diese Frage bringt und Eltern wichtige Orientierung bietet.

Zwei von dreizehn Schnullern fallen durch

Im Rahmen der Prüfung nahmen die Experten insgesamt 13 verschiedene Schnullermodelle genau unter die Lupe. Das Ergebnis ist für Verbraucher teilweise alarmierend: Bei zwei der getesteten Produkte raten die Tester ausdrücklich von der Verwendung ab. Diese Empfehlung basiert auf konkreten Sicherheitsbedenken, die während der Untersuchung aufgedeckt wurden.

Luftlöcher als kritischer Sicherheitsfaktor

Ein getesteter Schnuller erhielt die Bewertung "mangelhaft" im Bereich Sicherheit. Der Grund dafür sind zu kleine Luftlöcher im Schild des Beruhigungssaugers. Diese Öffnungen haben eine lebenswichtige Funktion: Sollte der Schnuller versehentlich vollständig in den Mund des Kindes gelangen, ermöglichen die Luftlöcher weiterhin die Atmung, bis die Blockade beseitigt werden kann. Der beanstandete Schnuller erfüllt jedoch nicht die entsprechenden Vorgaben der europäischen Schnullernorm DIN EN 1400, was ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt.

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Nitrosamine in Saugteilen gefunden

Ein weiteres Produkt fiel durch den Nachweis von Nitrosaminen in den Saugteilen auf. Diese chemischen Verbindungen stehen im Verdacht, krebserregend zu wirken. Besonders problematisch ist dabei der Übertragungsweg: Beim Nuckeln am Schnuller können sich die Substanzen mit dem Speichel lösen und so in den Körper des Kindes gelangen. Obwohl die gemessenen Werte unter den gesetzlichen Grenzwerten lagen, empfehlen die Tester aus Vorsorgegründen, auf diesen Schnuller zu verzichten. In der Sicherheitsbewertung erhielt dieses Produkt lediglich die Note "ausreichend".

Die Mehrheit der Schnuller überzeugt

Die gute Nachricht der Untersuchung: Die übrigen elf getesteten Schnuller zeigten keine bedenklichen Schadstoffbelastungen und bestanden alle relevanten Sicherheitsprüfungen. Sechs Modelle schnitten mit "sehr gut" ab, vier erhielten die Bewertung "gut" und ein weiterer Schnuller wurde mit "befriedigend" bewertet. Diese Produkte können Eltern ihren Kindern demnach beruhigt geben.

Praktische Tipps für den sicheren Gebrauch

Die Experten der Stiftung Warentest geben zusätzlich wichtige Hinweise für die tägliche Anwendung:

  • Regelmäßige Kontrolle auf Beschädigungen ist essenziell
  • Bei ersten Zahnungsanzeichen besonders auf Bissspuren achten
  • Schnuller mit sichtbaren Beißabdrücken, Löchern oder Rissen umgehend entsorgen
  • Generell empfiehlt sich ein rechtzeitiger Austausch abgenutzter Schnuller

Die Untersuchung zeigt deutlich, dass nicht alle Schnuller gleichermaßen sicher sind. Eltern sollten bei der Auswahl besonders auf Qualität und Sicherheitsstandards achten und die Produkte regelmäßig auf Verschleißerscheinungen überprüfen.

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