Tomaten im Urlaub: So überleben Ihre Pflanzen zwei Wochen ohne Gießen
Tomaten im Urlaub: Tipps für zwei Wochen ohne Gießen

Zwei Wochen Urlaub – und wer gießt in dieser Zeit die Tomaten? Gerade im Sommer wird die Reise für viele Hobbygärtner zur Zitterpartie. Denn Hitze, pralle Sonne und warme Winde lassen die Pflanzen jeden Tag viel Wasser verlieren. Besonders Tomaten in Töpfen oder Kübeln geraten schnell an ihre Grenzen. Oft reicht schon ein heißer Tag, damit die Erde stark austrocknet. Wer länger verreist, sollte deshalb rechtzeitig vorsorgen.

Tomaten im Beet haben klare Vorteile

Tomaten im Beet sind deutlich robuster als Pflanzen im Topf. Ihre Wurzeln wachsen tiefer in den Boden und erreichen Feuchtigkeit aus unteren Erdschichten. Außerdem trocknet die Erde im Garten wesentlich langsamer aus als das begrenzte Erdvolumen eines Pflanzgefäßes, erklärt myHOMEBOOK. Topftomaten sind deshalb während einer längeren Abwesenheit besonders auf eine zuverlässige Wasserversorgung angewiesen. Mit der richtigen Vorbereitung können aber sowohl Beet- als auch Kübelpflanzen einen zweiwöchigen Urlaub gut überstehen.

Tomaten vor dem Urlaub gründlich gießen

Die wichtigste Maßnahme kommt direkt vor der Abreise. Tomaten sollten langsam und gründlich gegossen werden, damit das Wasser tief bis in den Wurzelbereich gelangt. Ist die Erde bereits trocken, empfiehlt es sich, in mehreren Durchgängen zu gießen. So wird verhindert, dass das Wasser oberflächlich abläuft oder am Topfrand vorbeifließt. Im Beet verteilt sich die Feuchtigkeit anschließend über einen größeren Bodenbereich und bleibt länger erhalten. Im Topf steht dagegen nur wenig Erde als Wasserspeicher zur Verfügung, weshalb die Pflanzen deutlich schneller austrocknen.

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Mulch schützt vor Verdunstung

Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten. Geeignet sind zum Beispiel Stroh, angetrockneter Rasenschnitt oder Laub. Die Abdeckung schützt die Erdoberfläche vor direkter Sonneneinstrahlung. Dadurch heizt sich der Boden weniger auf und es verdunstet weniger Wasser. Vor allem im Beet entfaltet Mulch seine volle Wirkung. Doch auch bei Tomaten im Kübel kann eine dünne Schicht dafür sorgen, dass die Erde länger feucht bleibt und der Wasserbedarf sinkt.

Bewässerungssysteme versorgen Tomaten zuverlässig

Kann während des Urlaubs niemand gießen, ist eine automatische Bewässerung die sicherste Lösung. Bewährt haben sich Tropfbewässerungen, Tonkegel mit Wasserflaschen oder Systeme mit einem Wassertank. Sie geben das Wasser langsam und gleichmäßig an die Erde ab. Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht dauerhaft im Nassen stehen. Staunässe kann Fäulnis begünstigen. Besonders Topftomaten profitieren von solchen Systemen. Im Beet reicht die gespeicherte Bodenfeuchtigkeit oft länger aus, dennoch kann eine Tropfbewässerung auch dort bei großer Hitze oder sandigen Böden sinnvoll sein.

Vor dem Urlaub besser nicht düngen

Unmittelbar vor einer längeren Reise sollte auf Dünger verzichtet werden. Frischer Dünger regt das Wachstum an und fördert neue Triebe sowie Blätter. Das erhöht gleichzeitig den Wasserbedarf der Pflanze. Wer regelmäßig düngt, sollte die letzte Düngergabe deshalb einige Tage vor der Abreise einplanen. So bleiben die Tomaten mit Nährstoffen versorgt, ohne direkt vor dem Urlaub einen neuen Wachstumsschub zu bekommen.

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