Katzen auf Bäumen: Warum sie oft nicht herunterkommen und wie man hilft
Katzen auf Bäumen: So kommen sie sicher herunter

Katzen auf Bäumen gehören zu den klassischen Bildern, die viele mit einem Feuerwehreinsatz verbinden. Tatsächlich wirken die Tiere oft hilflos, wenn sie hoch oben in den Ästen sitzen und laut miauen. Doch der Eindruck täuscht: In den meisten Fällen stecken Katzen nicht fest, sondern brauchen lediglich Zeit und Ruhe, um den richtigen Weg zurück nach unten zu finden.

Warum der Abstieg für Katzen so schwer ist

Katzen sind zwar gute Kletterer, müssen das Klettern jedoch erst lernen, wie PETBOOK berichtet. Junge Tiere orientieren sich dabei normalerweise an ihrer Mutter. Fehlt diese Erfahrung oder haben sie generell wenig Übung, kann ihnen der Abstieg Probleme bereiten.

Mit ihren gebogenen Krallen gelangen Katzen mühelos nach oben. Anders als Eichhörnchen können sie jedoch nicht kopfüber am Stamm hinunterklettern. Stattdessen müssen sie rückwärts absteigen, was besonders für unerfahrene Katzen zur Herausforderung werden kann. Schwankende Äste oder große Höhen verstärken die Unsicherheit zusätzlich.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Warum Katzen auf Bäume flüchten

Oft flüchten Katzen auch vor Hunden, Autos oder anderen Gefahren auf einen Baum. Dort fühlen sie sich zunächst sicher. Bleibt die Bedrohung bestehen oder gerät der Baum im Wind ins Schwanken, verharren viele Tiere lieber in den Ästen.

Wann und wie Menschen helfen sollten

Wer eine Katze im Baum entdeckt, sollte sie nicht bedrängen oder laut rufen. Das kann dazu führen, dass sie noch höher klettert. Sinnvoller ist es, mögliche Störquellen zu beseitigen – etwa einen bellenden Hund oder einen laufenden Motor – und anschließend etwas Futter am Boden bereitzustellen. In ruhiger Umgebung finden die meisten Katzen den Weg nach unten.

Eine Rettung mit der Leiter ist dagegen riskant – für Mensch und Tier. Wenn die Katze nach etwa einem Tag den Baum noch immer nicht verlassen hat, sollte Hilfe organisiert werden.

Wenn die Katze verletzt ist

Liegt jedoch eine akute Notlage vor, etwa weil das Tier verletzt ist, sollte sofort gehandelt werden. In solchen Fällen kann die Feuerwehr verständigt werden. Ob der Einsatz bezahlt werden muss, hängt von den Regelungen des jeweiligen Bundeslands ab.

Wer verhindern möchte, dass Freigängerkatzen bestimmte Bäume erklimmen, kann spezielle Katzenabwehrgürtel am Stamm anbringen. Diese werden aus Sicherheitsgründen in mindestens 2,5 Metern Höhe montiert, die Metallstifte zeigen dabei nach unten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration