Berlin. In den Leserbriefen an die Berliner Morgenpost wird der Tankrabatt scharf kritisiert. Viele Leser sehen darin reine Wahltaktik auf Kosten der Allgemeinheit. Der Staat könne nicht dauerhaft alles subventionieren, was von außen an Kosten aufgedrückt werde. Stattdessen müsse die Regierung über andere Maßnahmen oder Gesetzesänderungen nachdenken, um den Schaden einzugrenzen. Besonders CDU und SPD würden gegen Umfragen kämpfen, die sie schlecht aussehen ließen.
Abzocke durch Ölmultis
Ein Leser berichtet, dass der Tankrabatt nicht viel gebracht habe. Kurz nach 12 Uhr habe er bei einem großen Konzern einen Preis gesehen, der trotz Rabatt fast auf dem Niveau lag wie zu Zeiten, als der Ölpreis bei rund 110 Dollar pro Barrel lag. Dabei liege dieser jetzt rund 15 Dollar niedriger. Der Rabatt werde zur Abzocke des Volkes missbraucht. Man solle den Konzernen richtig auf die Finger hauen und auf einen Friedensvertrag hoffen.
Bürokratiechaos in Berlin
Zur abgesagten 10.000-Bälle-Aktion auf dem Alexanderplatz schreibt ein Leser: Kein Wunder, dass in Berlin nichts klappe, wenn Veranstaltungen ein Jahr vorher beantragt werden müssten. Kai Wegner solle hier mal Kante zeigen und unpopuläre Entscheidungen treffen, auch bei der Behandlung des Eichenprozessionsspinners.
Kosten durch Ex-Staatssekretär
Ein anderer Leser kommentiert die Causa des entlassenen Staatssekretärs, die nun auch Anwaltskosten verursache. Man frage sich, welches Unternehmen sich wiederholt solche Fehlentscheidungen leisten könne. Vorbeugen sei besser als heilen, daher wäre eine ernsthafte Probezeit auch für Staatsbedienstete im Interesse der Steuerzahler angebracht. Die ersten 100 Tage Schonfrist auf Regierungsebene könne man nutzen, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Das Ruhegeld des Ex-Staatssekretärs ließe sich produktiv für die Erstfinanzierung der Möbel des Schulneubaus Hertz-Gymnasium verwenden.
Politikerfloskeln zur Fußball-WM
Ein Leser kritisiert die Aussage des Innenministers, er gehe davon aus, dass die deutsche Nationalmannschaft ins Finale komme. Physikalisch und philosophisch betrachtet sei das Unsinn, aber leider eine von vielen inflationär verwendeten Politikerfloskeln.
Ermittlungspannen in Neukölln
Zum Artikel über die Anschlagsserie in Neukölln und die Ermittlungspannen bedankt sich eine Leserin für die Berichterstattung. Sie kritisiert, dass die Glaubwürdigkeit der Behörden, insbesondere der Polizei, durch das eigene Handeln bzw. Nichthandeln untergraben werde. Brandstiftung sei ein Kapitalverbrechen, das nicht mit Ressentiments diskutiert werden dürfe. Die Polizei sehe sie inzwischen als hilfsbereit und freundlich, aber das Versagen in diesem Fall sei nicht zu entschuldigen.
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