Tankrabatt-Aus: Spritpreise steigen, Restbestände möglich
Tankrabatt-Aus: Spritpreise steigen, Restbestände möglich

Seit Mitternacht ist die Steuerermäßigung auf Kraftstoff von 16,7 Cent pro Liter ausgelaufen. An den meisten Tankstellen sind die Preise für Benzin und Diesel bereits wieder deutlich gestiegen, wie Daten der Portale von ADAC und Tankerkönig zeigen. Vereinzelt gibt es jedoch noch Tankstellen, die günstigeren Sprit anbieten – ein Nachhall des ausgelaufenen Rabatts.

Preiserhöhungen nur mittags erlaubt

Der Grund für die verbleibenden günstigen Angebote liegt in der Regelung, dass Tankstellen die Preise nur einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöhen dürfen. Viele Betreiber hatten die Preise bereits am Dienstagmittag besonders stark angehoben oder danach weniger stark gesenkt als in den Vorwochen üblich, wie der ADAC bereits am Dienstagmittag und frühen Nachmittag feststellte. Da die Steuerermäßigung um Mitternacht endete, konnten die Tankstellen die Preise nicht sofort anpassen, sodass am Mittwochmorgen noch vereinzelt die alten, niedrigeren Preise galten.

Preise in Großstädten über 1,90 Euro

Am Mittwochmorgen zeigten sich an vielen Tankstellen in deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart Preise über 1,90 Euro pro Liter für Super E10 und Diesel. Teilweise wurden sogar mehr als 2 Euro verlangt. Dies ist bemerkenswert, da die Morgenstunden im typischen Tagesverlauf eigentlich zu den günstigeren Zeiten gehören. Dennoch fanden sich vereinzelt auch Angebote unter 1,90 Euro, bei Diesel sogar unter 1,80 Euro.

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Die Preisunterschiede sind auf die unterschiedliche Strategie der Tankstellen zurückzuführen: Während einige die Preise bereits am Dienstagmittag kräftig anhoben, warteten andere ab und profitierten von der Regel, dass Preiserhöhungen erst zur Mittagszeit erlaubt sind. So konnten Autofahrer am Mittwochmorgen noch vereinzelt von den Restbeständen des günstigeren Kraftstoffs profitieren.

ADAC warnt vor weiteren Steigerungen

Der ADAC hatte bereits im Vorfeld davor gewarnt, dass die Spritpreise nach dem Ende des Tankrabatts wieder steigen würden. Die tatsächliche Entwicklung hängt nun davon ab, wie die Tankstellen die Preise in den kommenden Tagen anpassen. Experten rechnen damit, dass sich die Preise auf einem Niveau um die 2 Euro pro Liter einpendeln könnten, sofern die Rohölpreise nicht deutlich fallen.

Die Bundesregierung hatte den Tankrabatt als befristete Maßnahme zur Entlastung der Autofahrer eingeführt, um die hohen Spritpreise infolge des Ukraine-Kriegs abzufedern. Mit dem Auslaufen der Steuerermäßigung ist die Entlastung nun weggefallen, was viele Autofahrer direkt an der Zapfsäule zu spüren bekommen.

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