Netto rationiert Eier: Maximal zwei Packungen pro Kunde
Netto rationiert Eier: Maximal zwei Packungen pro Kunde

Berlin – Wer beim Discounter Netto ApS & Co. KG (mit dem Hund im Logo) mehrere Eierkartons kaufen möchte, wird ab sofort ausgebremst. Der Discounter rationiert den Verkauf von Eiern in allen Filialen. Maximal zwei Packungen pro Einkauf und Kunde sind erlaubt. Darauf weisen Aushänge in den Geschäften hin, unter anderem in Berlin.

Gründe für die Knappheit

Als Grund nennt Netto Lieferengpässe auf dem europäischen Eiermarkt. Zudem wird auf Ausbrüche der Newcastle-Krankheit bei Legehennen verwiesen, die zu Produktionsausfällen geführt haben. Die Krankheit ist hochansteckend und kann bei Geflügel zu Atemwegs- und Nervensymptomen sowie einem Rückgang der Legeleistung führen.

Netto bestätigt die Maßnahme auf Nachfrage. Marketing-Chefin Katrin Zimmermann erklärt: „Die derzeitige Mengenbegrenzung betrifft all unsere Filialen.“ Hintergrund sei die angespannte Marktlage. „Zwei von insgesamt sechs Eierartikeln konnten wir in den vergangenen Monaten zeitweise nicht anbieten“, so Zimmermann. Damit möglichst viele Kunden Eier kaufen können, habe man die Abgabe vorübergehend auf zwei Packungen pro Einkauf begrenzt.

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Hoffnung auf Besserung

Nach Einschätzung des Unternehmens soll sich die Versorgungslage noch im Laufe dieses Monats entspannen. Sobald wieder alle Eierartikel verfügbar seien, werde die Beschränkung voraussichtlich aufgehoben. Der „schwarze Netto“ ist vor allem in Ostdeutschland präsent.

Auch andere Händler betroffen

Nicht nur Netto kämpft mit Engpässen. Bei Rewe fehlten zuletzt ebenfalls häufiger bestimmte Eier-Sorten in den Regalen. Pressesprecher Thomas Bonrath betont jedoch, von einer generellen Eier-Knappheit könne keine Rede sein. Wegen der Vogelkrankheiten sei es zwar für die gesamte Branche schwierig, jederzeit das komplette Sortiment anzubieten. Besonders in Berlin falle das auf, weil dort besonders viele Eier verkauft würden und die regionalen Erzeuger stärker betroffen seien. Bonrath: „Frischeier gibt es aber immer.“

Branchenexpertin Margit Beck von Marktinfo Eier & Geflügel sieht ebenfalls keine bundesweite Eierkrise. Nach ihrer Einschätzung handelt es sich eher um Probleme bei einzelnen Lieferanten als um einen flächendeckenden Mangel. Die derzeitigen Engpässe seien lokal begrenzt und würden sich voraussichtlich bald normalisieren.

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