Im Industriepark Schwerin hat die Junge Fahrzeugbau GmbH das Richtfest für ihre neue Produktionshalle gefeiert. Rund 30 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Standort in der Carl-Tackert-Straße. Zum Festakt kamen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung.
Richtspruch und Tradition
Für den Richtspruch stieg Matthias Reinefeld vom Bauunternehmen Goldbeck in den Korb eines Steigers, um der Richtkrone näher zu kommen. Er wünschte der künftigen Halle Glück und Sicherheit, trank den obligatorischen Schnaps und warf das Glas unter Applaus der Gäste zu Boden.
Bekenntnis zum Standort
Geschäftsführender Gesellschafter Tjark Junge betonte beim Richtfest: „Heute sehen wir, was an diesem Ort entsteht – unser neues Werk. Das Unternehmen Junge glaubt fest an diesen Standort, der mehr ist als eine Erweiterung. Es ist ein klares Bekenntnis zur Region Schwerin und zum Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern.“ In den Göhrener Tannen soll künftig die Produktion der „ecobox“ gebündelt werden, eines besonders effizienten und gewichtsoptimierten Kofferaufbaus für den europäischen Markt.
Wachstum und Arbeitsplätze
Junge Fahrzeugbau mit Hauptsitz in Barsbüttel bei Hamburg zählt zu den führenden Herstellern von Lkw- und Transporteraufbauten. Das Unternehmen beschäftigt an drei Standorten rund 450 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 100 Millionen Euro. Bereits in Stralendorf sind 250 Fahrzeugbauer tätig. Mit der neuen, modernen und energieeffizienten Fertigung in Schwerin sollen 100 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.
Politische Würdigung
Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) lobte die Firma Junge als hochinnovativ und erfolgreich. Auch der Industriepark Schwerin habe eine große Durchschlagskraft entwickelt. Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum (CDU) dankte dem Wirtschaftsministerium für die gute Zusammenarbeit und verwies auf das laufende Planfeststellungsverfahren für den Autobahnzubringer zur A 14.
Positive Resonanz der Arbeitsagentur
Der Leiter der Schweriner Arbeitsagentur, Guntram Sydow, zeigte sich erfreut über die Millionen-Investition. Bei einer Arbeitslosenquote von 10,2 Prozent in Schwerin seien jede Ansiedlung und jeder zusätzliche Arbeitsplatz zu begrüßen, betonte er.



