Bundeswirtschaftsministerin Reiche zu Besuch im Waggonbau-Werk Halle-Ammendorf
Im traditionsreichen Waggonbau-Werk in Halle-Ammendorf hat sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche persönlich ein Bild von der Lage der ostdeutschen Industrie gemacht. Gemeinsam mit dem sachsen-anhaltinischen Ministerpräsidenten Sven Schulze, beide von der CDU, besichtigte sie am 11. Februar 2026 das bedeutende Industrieunternehmen, um die aktuellen Herausforderungen und Nöte des regionalen Mittelstands direkt vor Ort kennenzulernen.
Einblicke in die Produktionsstätten des Werks
Während des Rundgangs über das weitläufige Werksgelände bekam die Bundesministerin einen umfassenden Eindruck von den Produktionsabläufen. Überall sind Schienen verlegt, die in die verschiedenen Werkstatthallen führen. Zügig ging es an Gebäuden wie dem Schmierstofflager vorbei direkt in die hochmoderne Lackieranlage. Dort erläuterte Thomas Tautz, dass diese Anlage theoretisch bis zu tausend Zugwagen pro Jahr lackieren könnte – eine beeindruckende Kapazität, die die industrielle Leistungsfähigkeit des Standorts unterstreicht.
Dialog mit dem ostdeutschen Mittelstand im Fokus
Der Besuch stand ganz im Zeichen des direkten Austauschs. Bundeswirtschaftsministerin Reiche betonte, dass es ihr ein besonderes Anliegen sei, die Sorgen und Nöte der mittelständischen Unternehmen in Ostdeutschland aus erster Hand zu erfahren. In einer Zeit wirtschaftlicher Umbrüche und globaler Herausforderungen wolle die Bundesregierung die spezifischen Bedürfnisse der Region noch besser verstehen und unterstützen.
Ministerpräsident Sven Schulze unterstrich die Bedeutung solcher Vor-Ort-Termine für die Wirtschaftspolitik des Landes Sachsen-Anhalt. Das Waggonbau-Werk in Ammendorf stehe exemplarisch für die industrielle Tradition und Innovationskraft Ostdeutschlands. Beide Politiker zeigten sich beeindruckt von der technischen Ausstattung und dem Engagement der Belegschaft.
Symbolischer Besuch mit politischer Signalwirkung
Der gemeinsame Besuch von Bundeswirtschaftsministerin und Ministerpräsident sendet ein starkes Signal der Wertschätzung für den industriellen Mittelstand in den neuen Bundesländern. In Zeiten von Lieferkettenproblemen, Energiekosten und Fachkräftemangel ist der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Die Politiker bekräftigten ihr gemeinsames Ziel, günstige Rahmenbedingungen für die ostdeutsche Industrie zu schaffen und deren Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.
Das Waggonbau-Werk in Halle-Ammendorf, mit seiner langen Tradition im Schienenfahrzeugbau, diente dabei als anschauliches Beispiel für die Potenziale und Herausforderungen des produzierenden Gewerbes in der Region. Die Besichtigung endete mit einem intensiven Gespräch zwischen den Politikern und Werksvertretern über konkrete Maßnahmen zur Unterstützung des Mittelstands.



