Erpressung bei Hipp: Rattengift in Babybrei-Gläsern entdeckt – Polizei warnt vor weiterem Glas
Rattengift in Hipp-Babybrei: Polizei warnt vor Erpressung

Erpressung bei Babynahrungshersteller Hipp: Rattengift in Gläsern entdeckt

Die Polizei in Deutschland hat eine dringende Warnung an Eltern ausgesprochen, nachdem in Babybrei-Gläsern des Herstellers Hipp Rattengift gefunden wurde. Die Ermittlungen zu einer Erpressung des Unternehmens weiten sich aus, mit Funden in mehreren Ländern.

Manipulierte Gläser in drei Ländern sichergestellt

Insgesamt fünf vergiftete Babynahrungsgläser wurden in Österreich, Tschechien und der Slowakei entdeckt und vor dem Verzehr sichergestellt. Laut dem Polizeipräsidium Oberbayern Nord könnte ein sechstes manipuliertes Glas noch im Umlauf sein, möglicherweise in Österreich. Laboranalysen bestätigten, dass die Gläser mit Rattengift versetzt waren.

Die Drogeriemarktkette dm hat vorsorglich Hipp-Babybrei in ihren österreichischen Filialen aus den Regalen genommen. Mitarbeiter überprüfen die Produkte auf Beschädigungen oder verdächtige Kennzeichnungen. Hipp selbst rief bereits das gesamte Sortiment an Babykost bei der Supermarktkette Spar in Österreich zurück, nachdem vergiftete Gläser der Sorte Karotten mit Kartoffeln (190 Gramm) gefunden wurden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Erpresserschreiben mit hoher Forderung

Hinter den Vergiftungen steckt eine Erpressung: Der Hersteller Hipp erhielt Ende März eine Droh-Mail, in der zwei Millionen Euro gefordert wurden. Sollte das Geld nicht bis spätestens 2. April gezahlt werden, drohten die Täter, vergiftete Babygläschen in Supermärkten zu platzieren. Konkret nannten sie Tesco-Filialen in Brünn (Tschechien), Dunajská Streda in der Slowakei und eine Interspar-Filiale in Eisenstadt.

Brisant ist, dass die erpresserische E-Mail laut Polizei erst am 16. April gelesen wurde. Eines der manipulierten Gläser wurde zuvor in einer Spar-Filiale in Eisenstadt gekauft, ein weiteres aus derselben Filiale könnte noch verfügbar sein. Hipp bestätigte offiziell, Opfer der Erpressung zu sein, und informierte umgehend die Polizei, nachdem die Nachricht in einem unpersönlichen Sammelpostfach entdeckt wurde.

Sicherheitshinweise der Polizei für Eltern

Die Polizei gibt konkrete Ratschläge, um Risiken zu minimieren:

  • Achten Sie beim Öffnen der Gläser auf das charakteristische Knack-Geräusch. Fehlt dieses, könnte eine Manipulation vorliegen.
  • Überprüfen Sie den Geruch des Glasinhalts auf Auffälligkeiten.
  • Vermeiden Sie den Verzehr bei verdächtigen Merkmalen und kontaktieren Sie sofort die örtliche Polizei.

Zudem haben die mutmaßlichen Täter an den manipulierten Gläsern am Boden einen weißen Aufkleber mit einem roten Kreis angebracht. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Erpressung und vorsätzlicher Gemeingefährdung, während Hipp nur gesicherte, behördlich freigegebene Informationen teilt, um die Untersuchungen nicht zu gefährden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration