KI-Boom treibt Foxconn-Umsatz: +40% im zweiten Quartal
KI-Boom treibt Foxconn-Umsatz: +40% im zweiten Quartal

Foxconn profitiert von KI-Boom: Umsatzsprung um 40 Prozent

Der weltgrößte Elektronik-Auftragsfertiger Foxconn hat dank der rasant wachsenden Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) seinen Umsatz im zweiten Quartal sprunghaft gesteigert. Die Erlöse wuchsen im Jahresvergleich um fast 40 Prozent auf rund 2,5 Billionen Taiwan-Dollar (knapp 69 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte. Damit übertraf der wichtigste Server-Bauer von Nvidia und größte iPhone-Monteur von Apple die Schätzungen von Analysten.

Die starke KI-Nachfrage habe zu einem robusten Umsatzwachstum in der Sparte für Cloud- und Netzwerkprodukte geführt, führte Foxconn aus. Zudem habe das Unternehmen in der Sparte der intelligenten Unterhaltungselektronik, zu der iPhones gehören, ein signifikantes Wachstum verzeichnet.

Für das dritte Quartal rechnet der Konzern, der offiziell Hon Hai Precision Industry heißt, mit weiteren Wachstum sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahr. Konkrete Zahlenprognosen gibt Foxconn traditionell nicht ab. Zugleich warnte Foxconn vor den Auswirkungen der „volatilen“ weltweiten politischen und wirtschaftlichen Lage.

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Nike übertrifft Umsatzerwartungen – Aktie legt nachbörslich zu

Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Die Erlöse im vierten Geschäftsquartal beliefen sich auf 10,97 Milliarden Dollar, wie der Adidas-Konkurrent am Dienstag mitteilte. Analysten hatten laut LSEG-Daten im Schnitt mit 10,86 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn pro Aktie lag bei 72 Cent. Darin enthalten war ein positiver Effekt von 52 Cent durch die erwartete Erstattung von Importzöllen. Die Nike-Aktie, die im bisherigen Jahresverlauf 35 Prozent an Wert verloren hat, legte im nachbörslichen Handel um rund zwei Prozent zu.

Konzernchef Elliott Hill versucht derzeit, das Unternehmen wieder auf Kernsportarten wie Fußball und Laufen auszurichten. Zudem will er die Beziehungen zum Großhandel wiederbeleben, die unter seinem Vorgänger zugunsten des Direktvertriebs gekappt worden waren. Der Umbau fällt jedoch in ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld, das von Zöllen und dem Krieg im Iran geprägt ist.

Primark-Mutter AB Foods: Zuckergeschäft belastet Bilanz

Trotz wachsender Umsätze bei der Modekette Primark rechnet der Mutterkonzern AB Foods für das laufende Geschäftsjahr weiterhin mit einem Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns. Grund dafür sei vor allem das schwächelnde Zuckergeschäft, dessen Umsatz im dritten Quartal um vier Prozent gesunken sei, teilte AB Foods am Mittwoch mit. Der Nahost-Konflikt habe die Gaspreise in die Höhe getrieben, was die Gewinnaussichten in Europa eintrübe.

Derweil legte der Umsatz der Modekette Primark im dritten Geschäftsquartal währungsbereinigt um drei Prozent zu. Im Lebensmittelgeschäft, zu dem Marken wie Ovomaltine und Twinings gehören, stiegen die Erlöse um ein Prozent. Der Konzern bekräftigte seine Pläne, die Fast-Fashion-Tochter Primark bis Ende 2027 abzuspalten und an die Börse zu bringen.

Analysten erwarten für das bis September laufende Bilanzjahr im Schnitt ein bereinigtes Betriebsergebnis von 1,55 Milliarden Pfund (1,85 Milliarden Euro) – ein Rückgang gegenüber den 1,73 Milliarden Pfund im Vorjahr.

Weitere Unternehmenszahlen im Überblick

Der Technologie-Investor Prosus, Großaktionär von Delivery Hero, steigerte seinen Umsatz um 57 Prozent auf 9,7 Milliarden Dollar und seinen bereinigten operativen Gewinn um 84 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Der Online-Broker FlatexDegiro erreicht seine Ziele für 2027 bereits in diesem Jahr und erwartet einen Umsatzsprung um 16 Prozent auf 650 Millionen Euro. Der Spezialchemiekonzern Evonik hob seine Prognose an, nachdem der bereinigte operative Gewinn im zweiten Quartal voraussichtlich 23 Prozent über dem Vorjahreswert liegt.

Der schwedische Modekonzern H&M verfehlte die Gewinnerwartungen, das operative Ergebnis stagnierte bei 5,91 Milliarden Kronen. Der Chemikalienhändler Brenntag hob seine Gewinnprognose für 2026 an, nachdem das operative Ergebnis im zweiten Quartal mit 450 Millionen Euro über den Erwartungen lag. Der Baumarktkonzern Hornbach steigerte den Umsatz um 4,9 Prozent, musste aber einen Gewinnrückgang hinnehmen.

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Die US-Kaufhauskette Macy's verzeichnete das erste Umsatzwachstum seit 15 Quartalen, angetrieben von starker Luxusnachfrage. Hewlett Packard Enterprise erzielte ein Rekordquartal dank KI-Ausbaus, der Umsatz stieg um 40 Prozent. Der Ticketvermarkter CTS Eventim profitierte von den Olympischen Winterspielen und steigerte den Umsatz um 23 Prozent.

Der Softwarekonzern Salesforce verzeichnete ein Rekordergebnis, der Ausblick enttäuschte jedoch. Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie erzielte Rekorde bei Umsatz und Beschäftigung, angetrieben vom Rüstungsboom. Der Agrar- und Handelskonzern BayWa verzeichnete einen Umsatzrückgang, während der chinesische Technologiekonzern Xiaomi einen Gewinneinbruch meldete.

Der Luxusgüterkonzern Richemont wuchs dank florierendem Schmuckgeschäft, der Landmaschinenhersteller Deere übertraf die Gewinnerwartungen. Walmart hielt trotz starkem Jahresauftakt an seinen Jahreszielen fest, während Südzucker tiefer in die roten Zahlen rutschte. Axel Springer startete mit einem Gewinnplus, Generali verdiente operativ mehr, und Nvidia erzielte erneut Ergebnisse über den Markterwartungen.