Sächsischer Handwerkstag fordert dringend Einführung eines „Gewerbediesels“
Die anhaltend hohen Spritpreise bringen Handwerksbetriebe in Sachsen zunehmend in wirtschaftliche Bedrängnis. Als dringende Gegenmaßnahme fordert der sächsische Handwerkstag nun die Einführung eines sogenannten „Gewerbediesels“ mit Steuererleichterungen für gewerbliches Tanken.
Kostenexplosion bei Diesel belastet Betriebe massiv
„Logistikketten, Fuhrparks und Baumaschinen werden in unserem Gewerbe fast ausschließlich mit Diesel betrieben“, erklärt Uwe Nostitz, Präsident des Sächsischen Handwerkstages, in einer aktuellen Mitteilung. „Die kontinuierlich steigenden Kosten laufen dabei völlig aus dem Ruder und verteuern am Ende viele Produkte sowie Dienstleistungen für die Verbraucher.“
Die Handwerksunternehmen sorgen sich laut Nostitz bereits jetzt vor einer einbrechenden Nachfrage, da sie die gestiegenen Betriebskosten nicht mehr vollständig an ihre Kunden weitergeben können. Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung zur Entlastung werden als bei weitem nicht ausreichend kritisiert.
Vorbild Agrardiesel: Steuererleichterungen für Gewerbe gefordert
Die konkrete Forderung des Handwerkstages orientiert sich dabei bewusst am bereits etablierten Modell des sogenannten Agrardiesels. Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft erhalten hierbei einen Teil der gezahlten Energiesteuer für ihren Dieselverbrauch vom Staat zurückerstattet.
Ein analoges System für das Handwerk und andere gewerbliche Nutzer könnte nach Ansicht der Interessenvertretung eine schnelle und zielgerichtete Entlastung schaffen. Die Diskussion um einen „Gewerbediesel“ gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklung an Dynamik und wird voraussichtlich auch auf Bundesebene aufgegriffen werden.



