Julia Becker, Aufsichtsratsvorsitzende der FUNKE Mediengruppe, hat sich in der neuesten Episode des OMR-Podcasts maximal zuversichtlich über die Zukunft der Medienbranche geäußert. Im Gespräch mit OMR-Gründer Philipp Westermeyer betonte sie die Chancen regionaler Berichterstattung und kritisierte die Marktmacht amerikanischer Technologiekonzerne.
Neue Wege im Regionaljournalismus
Becker hob hervor, dass Regionalmedien neue Formate entwickeln müssten, um Menschen zu erreichen. Als Beispiel nannte sie die Berichterstattung über das renommierte Reitturnier Balve Optimum. Gemeinsam mit dem Erzbistum Paderborn produzierte die FUNKE Mediengruppe eine Sondersendung zum Talk der Inklusion, die dem Parasport Sichtbarkeit verschaffte. Moderiert wurde die Sendung von Robin Amberg, einem Eigengewächs des Hauses.
Becker kritisierte, dass der WDR sich nach 30 Jahren aus Kostengründen aus der Berichterstattung zurückgezogen habe. „Also haben wir uns entschlossen, als regionales Medienhaus zu zeigen, was wir im Lokalen können. An diesem Wochenende sind unfassbare Geschichten entstanden“, so Becker.
Kritik an US-Tech-Konzernen
Die Verlegerin übte scharfe Kritik an der Macht großer amerikanischer Technologiekonzerne und der mangelnden staatlichen Kontrolle in Deutschland. „Wir können uns nicht damit abfinden, dass diese Plattformen nicht reguliert werden in Deutschland, weil man Sorge hat, dass wir dann aus den USA die Keule bei Autozöllen zurückbekommen“, sagte sie. Entscheidend sei, dass diese Kanäle nicht nur mit Fake News, sondern auch mit verlässlichen Informationen bespielt würden.
Podcast ab sofort verfügbar
Der Podcast mit Julia Becker ist ab sofort auf allen Plattformen wie Apple Podcasts oder Spotify verfügbar. Er bietet einen tiefen Einblick in die Strategien der FUNKE Mediengruppe und die Herausforderungen der Branche.



