Easyjet stimmt Übernahme durch US-Investor Castlelake zu
Easyjet stimmt Übernahme durch Castlelake zu

Easyjet akzeptiert fünftes Angebot von Castlelake

Der britische Billigflieger Easyjet hat nach mehrmaliger Ablehnung dem Übernahmeangebot des US-Investors Castlelake doch noch zugestimmt. Wie beide Unternehmen am Sonntag in London mitteilten, stimmte Easyjet dem fünften Angebot „im Grundsatz“ zu. Castlelake bietet nun 6,90 britische Pfund je Aktie, womit Easyjet mit insgesamt 5,2 Milliarden Pfund (knapp 6,1 Milliarden Euro) bewertet wird. Zuvor hatte die Billigfluglinie alle vorherigen Offerte abgelehnt, aber eine Hintertür für Nachbesserungen offen gelassen.

Hintergründe des Deals

Da Castlelake ein US-Unternehmen ist, kann es keine Mehrheitskontrolle über eine europäische Fluggesellschaft übernehmen. Daher benötigt der Investor Partner und wird mit den Luftfahrtmanagern Peter Bellew und Mark Breen zusammenarbeiten. Bellew war früher selbst bei Easyjet tätig, bevor er das Unternehmen 2022 abrupt verließ. Zu den attraktivsten Vermögenswerten von Easyjet zählen eine Flotte moderner Flugzeuge des Typs Airbus A320 sowie Landerechte in London, Mailand und Genf. Größter Anteilseigner ist die Familie des Gründers Stelios Haji-Ioannou mit einer Beteiligung von 15,3 Prozent.

Bewertung und Ausblick

Die Übernahme bewertet Easyjet mit rund 6,1 Milliarden Euro. Analysten sehen in dem Deal eine strategische Erweiterung für Castlelake, das auf Luftfahrtinvestments spezialisiert ist. Easyjet hatte zuletzt mit steigenden Kosten und Wettbewerbsdruck zu kämpfen. Die Zustimmung des Aufsichtsrats gilt als sicher, da der Preis deutlich über dem bisherigen Aktienkurs liegt. Die Transaktion soll voraussichtlich im vierten Quartal 2025 abgeschlossen werden.

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