Bertelsmann beendet Deutschland-Card: Payback als unschlagbarer Marktführer
Der Bertelsmann-Konzern hat beschlossen, sein Rabattprogramm Deutschland-Card noch in diesem Jahr einzustellen. Diese Entscheidung markiert das Ende einer langjährigen Konkurrenzsituation zum Marktführer Payback, die sich zugunsten des größeren Anbieters entschieden hat.
Verlust des größten Partners als ausschlaggebender Faktor
Als Hauptgrund für die Einstellung nennt Bertelsmann den Verlust des mit Abstand größten Programmpartners Anfang 2025. Damals wechselte Edeka zum Konkurrenten Payback, wodurch die Grundlage für das Geschäftsmodell der Deutschland-Card entfiel. Seit diesem Zeitpunkt schreibt das Unternehmen rote Zahlen.
„Das Management sieht daher auf absehbare Zeit keine realistische Möglichkeit, die Verlustzone zu verlassen, und damit keine Grundlage für eine Fortführung der Geschäftsaktivitäten“, erklärte der Konzern in einer offiziellen Mitteilung. Spätestens zum 30. November soll die GmbH ihren Betrieb vollständig einstellen.
Gescheiterte Rettungsversuche und verbliebene Partner
Trotz intensiver Bemühungen und umfassender Investitionen gelang es nicht, die notwendige Nutzerakzeptanz und Reichweite für eine tragfähige Monetarisierung zu erreichen. Die seit 2008 verfügbare Deutschland-Card konnte sich gegen die überlegene Marktmacht von Payback nicht behaupten.
Zu den bislang verbliebenen Partnerunternehmen gehören laut Webseite unter anderem:
- Aldi Nord und Süd
- Rewe
- Kaufland
- Penny
- Rossmann
- dm
Für die etwa 90 Mitarbeiter der Deutschland-Card GmbH sollen nun sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Der Konzern betonte, dass man sich um eine faire Behandlung aller Betroffenen bemühen werde.
Diese Entwicklung unterstreicht die dominante Position von Payback im deutschen Rabattprogramm-Markt, die durch strategische Partnerschaften wie mit Edeka weiter gefestigt wurde. Die Deutschland-Card konnte trotz namhafter Partner nicht gegen diese Übermacht bestehen.



