BBC streicht 550 Stellen als Teil eines großen Sparprogramms
BBC baut 550 Stellen ab: Spardruck zwingt zu Kürzungen

Die britische Rundfunkanstalt BBC hat konkrete Pläne zum Stellenabbau vorgelegt. Bis zum Finanzjahr 2027/28 sollen rund 550 Stellen gestrichen werden, wie der Sender mitteilte. Betroffen sind sowohl die Nachrichtenredaktionen als auch die Bereiche Unterhaltung, Kultur und Programm. Auch in den Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland fallen Jobs weg. Insgesamt plant die BBC, im Rahmen eines größeren Sparprogramms bis zu 2000 Stellen abzubauen.

Einsparungen von 160 Millionen Pfund

Durch die Streichungen sollen rund 160 Millionen Pfund (etwa 185 Millionen Euro) eingespart werden. Ziel des Sparprogramms ist es, die Ausgaben in den kommenden drei Jahren um zehn Prozent zu senken, was umgerechnet etwa 578 Millionen Euro entspricht. Die BBC orientiert sich dabei daran, Programme mit hoher Relevanz zu erhalten, Doppelstrukturen abzubauen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Daher soll auch die Zahl der Führungskräfte um zehn Prozent reduziert werden.

Umstrittenes Finanzierungsmodell

Das Finanzierungsmodell der BBC über verpflichtende Beiträge, die sogenannte Licence Fee, steht seit Langem in der Kritik. Die konservative Vorgängerregierung, die dem Sender Linkslastigkeit vorwarf, hatte Beitragserhöhungen für zwei Jahre ausgesetzt und die BBC damit unter Spardruck gesetzt. Die werbefreie BBC wird hauptsächlich durch die gerätegebundene Fernsehgebühr finanziert. Für die alleinige Nutzung der Hörfunkangebote wird keine Gebühr fällig, sie werden aber ebenfalls aus der Licence Fee bezahlt.

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Immer mehr Menschen verweigern die Zahlung von 180 Pfund (etwa 210 Euro) pro Jahr, weshalb das Modell als überholt gilt. Als Alternative wird ein Umstieg auf einen wohnungsbezogenen Rundfunkbeitrag wie in Deutschland diskutiert. Auch die vollständige Abschaffung der Beiträge und die Einführung eines Abo-Modells ähnlich wie bei Streamingdiensten sind im Gespräch.

Der Stellenabbau ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung der BBC, die auch durch eine Klage von Donald Trump zusätzlich belastet wird.

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