Massive Lieferengpässe bei Apple-Computern durch globale Speicherkrise
Die globale Speicherkrise hat nun auch die Verfügbarkeit von Apple-Computern massiv beeinträchtigt. Vor allem der Mac mini und der Mac Studio mit Aufrüstungen beim Arbeitsspeicher oder größeren SSDs sind von erheblichen Lieferverzögerungen betroffen. Diese Engpässe treffen insbesondere Konfigurationen, die Apple nicht auf Lager hält, sondern erst nach Bestellung fertigt.
Wer mehr RAM benötigt, muss lange warten
Für viele Varianten mit erhöhtem RAM nennt Apple im Onlineshop Lieferzeiten von bis zu fünf Monaten. Ein Mac mini mit M4 Pro und 64 GB RAM wird aktuell mit einer Lieferung in 16 bis 18 Wochen angegeben. Selbst das Basismodell mit M4 und 16 GB RAM ist erst in etwa einem Monat verfügbar.
Zusätzlicher Massenspeicher kann die Wartezeit ebenfalls verlängern. Während der Mac mini in der Standardkonfiguration im Bestfall noch bis Ende April lieferbar ist, steigt das Zeitfenster ab einem Terabyte Speicher auf rund einen Monat. Beim Modell mit M4-Pro-Chip führt ein Speicher-Upgrade zu etwa zwei Monaten Lieferzeit.
Stärkster Mac erst im September lieferbar
Beim Mac Studio verschiebt ein RAM-Upgrade die Lieferung um mehrere Wochen. In den höchsten Konfigurationen – M4 Max mit 128 GB und M3 Ultra mit 256 GB – liegt die Lieferzeit bei vier bis fünf Monaten. In einzelnen Fällen ist die Abholung im Geschäft sogar erst ab September möglich. Seit vergangenem Monat ist der Mac Studio mit 512 GB RAM gar nicht mehr verfügbar; Apple nennt dafür bislang keinen Grund.
Keine schnelle Entspannung in Sicht
Laut dem Marktforschungsunternehmen TrendForce stabilisieren sich die Preise für Speicherchips zuletzt oder sinken leicht, liegen aber weiter über dem langjährigen Durchschnitt. Eine kurzfristige Entspannung bei den Lieferzeiten leistungsstarker Macs ist daher nicht zu erwarten. Die Situation bleibt angespannt, und Kunden müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen.



