Workation an Nord- und Ostsee: Strandkörbe mit Steckdose und Coworking mit Meerblick
Workation an Nord- und Ostsee: Arbeiten mit Meerblick

Workation-Trend erobert deutsche Küstenorte

E-Mails mit Meerblick beantworten und Videokonferenzen mit Sand unter den Füßen führen – was früher undenkbar schien, ist heute an Nord- und Ostsee Realität. Der Trend zur sogenannten Workation, der Mischung aus Arbeit und Urlaub, hat die Küstenregionen von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen erreicht. Immer mehr Urlauber nutzen ihren Aufenthalt an der See nicht nur zur Entspannung, sondern auch zum mobilen Arbeiten.

Spezielle Strandkörbe mit technischer Ausstattung

Besonders innovativ sind die speziellen Workation-Strandkörbe, die an verschiedenen Orten installiert wurden. In Büsum im Kreis Dithmarschen stehen beispielsweise Strandkörbe mit LED-Beleuchtung, Steckdosen, USB-Buchsen und klappbaren Notebooktischen zur Verfügung. Auf dem Dach befinden sich 400-Watt-Solar-Module, die für nachhaltige Energie sorgen. „Wir sind stolz darauf, mit der Business Oase Büsum ein Konzept zu präsentieren, das es Familien ermöglicht, gemeinsam Zeit zu verbringen, während die Eltern in einem inspirierenden Umfeld arbeiten können“, erklärt Robert Kowitz, Geschäftsführer des Tourismus Marketing Service Büsum.

Auch in Grömitz im Kreis Ostholstein können die sogenannten Schlafstrandkörbe theoretisch zum Arbeiten genutzt werden. Die Liegeflächen lassen sich aufrichten, und vor den Körben stehen Tische und Stühle bereit. Selbst das Laden des Handys ist hier möglich.

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Coworking-Spaces mit Meerespanorama

Neben den Strandkörben gibt es zahlreiche Coworking-Angebote entlang der Küsten. Auf Sylt finden sich Arbeitsplätze mit Blick auf das Rantumbecken in Rantum, im Inselnorden in List sowie im Nobelort Kampen, wo unter Reetdächern gearbeitet werden kann. In St. Peter-Ording befinden sich Coworking-Plätze auf dem Campusgelände des Nordsee-Internats im Ortsteil Böhn, nur wenige Schritte vom Deich entfernt.

Weitere Standorte in Schleswig-Holstein umfassen Husum, Niebüll und die Insel Amrum an der Nordsee sowie Lübeck, Travemünde und Flensburg an der Ostsee. Auf Fehmarn wurde auf einem Campingplatz ein „Open Space“-Bereich mit drei bis fünf Arbeitsplätzen eingerichtet, der bei schönem Wetter auch im Freien genutzt werden kann.

Innovative Lösungen auf den Inseln

Auf Norderney stehen seit dem vergangenen Jahr zwei Tiny Houses zur Verfügung, die speziell als Workspaces konzipiert sind. „Die sind nicht zur Übernachtung gedacht, das sind Workspaces“, betont Kurdirektor Wilhelm Loth. Die kleinen Häuser bieten Rückzugsmöglichkeiten für Besprechungen, Video-Calls oder konzentriertes Arbeiten und richten sich sowohl an Gäste als auch an Einheimische.

In Ostfriesland gewinnt das Thema Workation ebenfalls an Bedeutung. Spezielle Coworking-Plätze gibt es in Emden, Leer, Carolinensiel, Jemgum, Jever und Varel. Eine Sprecherin der Ostfriesland Tourismus GmbH erklärt: „Die Übergänge sind oft fließend: Nicht immer wird gezielt ein klassischer Coworking-Space aufgesucht, vielmehr nutzen viele Gäste ihre Ferienunterkunft temporär als Arbeitsplatz.“

Angebote in Mecklenburg-Vorpommern

Auch im Nordosten Deutschlands hat der Workation-Trend Fuß gefasst. In Ückeritz auf der Insel Usedom können Gäste in Schlafstrandkörben oberhalb des Strandes arbeiten und dabei das Meeresrauschen genießen. Weitere kreative Rückzugsorte mit schnellem WLAN und inspirierender Landschaft bietet die MV Tourismus GmbH an, darunter ein Coworking-Space in Ahrenshoop mit Ostseeblick, buchbare Plätze direkt an der Ostsee in Wismar sowie Arbeitsplätze am Großen Jasmunder Bodden in Lietzow auf Rügen.

Die Kombination aus Urlaub und Arbeit wird somit entlang der gesamten deutschen Nord- und Ostseeküste immer einfacher. Ob in speziell ausgestatteten Strandkörben, modernen Coworking-Spaces oder gemütlichen Ferienunterkünften – mobiles Arbeiten mit Meerblick ist heute in vielen Küstenorten möglich und bietet eine willkommene Abwechslung zum Homeoffice im eigenen vier Wänden.

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