Alte Burg Penzlin: Umfangreiche Dachsanierung beginnt mit monatelangen Einschränkungen
Die historische Alte Burg in Penzlin steht vor einer bedeutenden Sanierungsmaßnahme, die Besucher über mehrere Monate hinweg beeinträchtigen wird. Nach langen Vorbereitungen ist das Gerüst nun aufgestellt, und der Burghof dient als provisorisches Materiallager für die umfangreichen Bauarbeiten.
Bauarbeiten mit ungewissem Ausmaß und erhöhten Kosten
Bereits seit längerem war bekannt, dass das Dach der Alten Burg erneuert werden muss, da in der Vergangenheit regelmäßig Regenwasser eingedrungen war. Die ursprünglich auf etwa 600.000 Euro geschätzten Baukosten sind mittlerweile auf 650.000 Euro gestiegen, wobei diese Schätzung aufgrund unklarer Balkenzustände unter Vorbehalt steht. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hatte bereits im Dezember eine Förderung für das Projekt bestätigt.
Bürgermeister Sven Flechner (parteilos) berichtet, dass die Bauanlaufberatung stattgefunden hat und mit einer Bauzeit von mehreren Monaten gerechnet wird. Die Arbeiten werden erhebliche Auswirkungen auf den Besuchsverkehr zum Museum in der Alten Burg haben, da der Haupteingang momentan nicht nutzbar ist.
Umleitungen und Sicherheitsvorkehrungen für Besucher
Der Zugang zur Burg erfolgt während der Bauarbeiten über den Torbogen direkt in den Rittersaal. Für notwendige Sicherheitsabstände ist gesorgt, da während der Bauphase Teile herunterfallen könnten. Die erst 2024 errichtete Brücke zwischen Alter und Neuer Burg ist ebenfalls gesperrt, sodass Besucher den alten Weg zur Neuen Burg nutzen müssen.
Dennoch bleiben bestimmte Veranstaltungen möglich: Hochzeiten im Rittersaal können weiterhin stattfinden, erfordern jedoch eine alternative Anfahrtsroute zum Tor. Bürgermeister Flechner hofft, dass die Arbeiten spätestens bis zum traditionellen Burgfest im August abgeschlossen sein werden.
Vorbereitungen und ungewisser Zustand der Dachkonstruktion
In Vorbereitung auf die Sanierung musste der Dachboden komplett geleert werden, wo sich hauptsächlich Requisiten für Feste befanden. Ein Stadtvertreter lobte den Bauhof und die Burgmitarbeiter für diese anspruchsvolle Aufgabe.
Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen mit der Entfernung der Dachziegel im Gesimsbereich, um den Zustand der darunterliegenden Balkenkonstruktion zu überprüfen. Diese ist von innen nicht einsehbar, und je nach Befund könnten sich die Baukosten noch einmal erhöhen. Flechner geht jedoch davon aus, dass die Sanierung des Daches mindestens für einige Jahrzehnte Bestand haben wird.



