Seit dem 1. Januar 2026 ist Lena Friedrich die neue Pächterin des Wohnmobilhafens in Fresenbrügge bei Grabow. Die 46-Jährige erfüllt sich damit einen lang gehegten Traum.
Ein Traum wird wahr
Den Traum vom eigenen Campingplatz hatte Lena Friedrich schon viele Jahre. „Aber dass er wirklich mal in Erfüllung geht, hätte ich nie gedacht“, so die 46-Jährige. Als sie erfuhr, dass der bisherige Betreiber des Wohnmobilhafens aufhört, stand für sie fest: „Das geht nicht!“ Der Platz war bei ihrer eigenen Familie als Reiseziel sehr beliebt. Sie kontaktierte den Eigentümer und übernahm den Platz zum Jahresbeginn 2026 als Pächterin. Jetzt freut sie sich auf eine tolle Saison auf dem Campingplatz direkt am Wasser.
Sanierung und Neugestaltung
Die Vögel zwitschern, die Blätter rauschen im Wind – mehr hört man auf dem Campingplatz an der Elde nicht. „Die Ruhe hier ist wirklich toll. Und natürlich der Platz mitten in der Natur. Hier kann man ewig spazieren gehen und einfach die Ruhe genießen“, sagt Lena Friedrich, während sie auf einer kleinen Terrasse direkt am Wasser sitzt. In den vergangenen Monaten haben sie und ihre Familie viel Zeit investiert, um für ihre Gäste einen Wohlfühlort zu schaffen. Das Toilettenhäuschen wurde saniert, die Beleuchtung erneuert, zahlreiche Blumen gepflanzt, eine Terrasse gebaut und die Hafenbar errichtet. Außerdem gibt es eine Gemeinschaftsecke mit Kinderküche und Büchertauschschrank, die von den Gästen gut angenommen wird. „Wir hatten schon immer viele Ideen im Kopf, was wir gerne anders machen würden als auf anderen Plätzen. Und unsere Gäste sollen einfach merken, dass wir uns für sie Mühe geben“, erklärt die Campingplatz-Betreiberin.
Camping als Lebensstil
Camping ist seit mehreren Jahrzehnten das Lieblingshobby von Lena Friedrich und ihrem Lebensgefährten. „So haben wir uns auch kennengelernt. Ich habe mit meiner Familie in Retgendorf gecampt und er mit seiner Familie in Flessenow.“ Vor gut 20 Jahren kaufte sich das Paar einen T4-Bus und bereiste mit seiner Tochter die verschiedensten Campingplätze. Mittlerweile hat die Familie ein eigenes Wohnmobil. „Wir waren immer unterwegs. Am liebsten auf Rügen, aber auch auf der Insel Poel oder in Zierow. Und eben auch in Fresenbrügge, da es einfach dicht bei ist.“ Lena Friedrich lebt in Retgendorf, auf dem Campingplatz dort hat die Familie einen Dauerstellplatz. „Beim Campen sind wir vogelfrei. Wir fahren oder halten an, wie wir wollen. Und morgens draußen meinen Kaffee trinken zu können, das ist für mich das Schönste.“
Gäste aus nah und fern
Auf dem Campingplatz in Fresenbrügge sind Gäste 365 Tage im Jahr willkommen. Es gibt 38 Stellplätze mit Strom und 40 Plätze für autarkes Campen. Außerdem gibt es einen Bootsanleger. In den vergangenen Monaten hat Lena Friedrich bereits Gäste aus Schweden, den Niederlanden, Cuxhaven, Rostock, Wismar, von der Insel Rügen und aus der Region begrüßt. „Wir sind gut gebucht und bisher haben wir nur tolle Erfahrungen mit unseren Gästen gemacht. Alle sind sehr herzlich und freuen sich auch, dass sie hier in Fresenbrügge weiterhin campen können.“ Dasselbe gelte auch für die Bewohner des Grabower Ortsteils.
Unterstützung durch die Familie
Da Lena Friedrich auch auf dem Campingplatz in Retgendorf arbeitet, wird sie auf dem Platz in Fresenbrügge von der ganzen Familie unterstützt. „Meine Mama kümmert sich um das Toilettenhäuschen, meine Schwiegermutter versorgt die Blumen und Pflanzen. Und unsere Tochter hilft an der Bar aus. Alle packen mit an, und ich habe ein gutes Gefühl, wenn ich mal nicht hier sein kann.“



