Stierkampf-Drama in Sevilla: Matador Morante de la Puebla schwer verletzt
Stierkampf-Drama: Matador in Sevilla schwer verletzt

Stierkampf-Drama in Sevilla: Matador schwer verletzt

In der berühmten Maestranza-Arena von Sevilla hat sich während der traditionellen Feria de Abril ein dramatischer Unfall ereignet. Der charismatische und in Spanien äußerst populäre Matador Morante de la Puebla wurde bei einem Stierkampf schwer verletzt. Der 46-jährige Torero, der von seinen Anhängern wie ein König verehrt wird, trat am Montagabend vor ausverkauftem Haus gegen einen Bullen an.

Brutaler Angriff des Stiers

Laut Berichten der spanischen Tageszeitung Diario de Sevilla wollte der erfahrene Stierkämpfer das Tier zunächst mit seinem Umhang fixieren und dessen Bewegungen kontrollieren. Doch dieses Manöver schlug fehl. Der Stier stürmte unerwartet auf Morante zu, erwischte ihn und rammte ihm sein Horn in den Hintern. Auf Videoaufnahmen der Attacke ist deutlich zu erkennen, wie der Matador nach der frischen Wunde tastet, bevor das Tier ein weiteres Mal über ihn hinwegrast.

Kurz nach dem Angriff verlor Morante de la Puebla das Bewusstsein. Helfer eilten sofort in die Arena und trugen den schwer verletzten Stierkämpfer aus dem Kampfplatz. Der Notfall war so gravierend, dass der 46-Jährige umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert und dort notoperiert werden musste.

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Schwere Verletzungen und Infektionsrisiko

Die behandelnden Ärzte beschreiben die Verletzungen des Matadors als „sehr ernst“. Das Stierhorn verursachte eine etwa zehn Zentimeter tiefe Schnittwunde, die den Schließmuskel beschädigte. Zudem wurde ein Teil des Dickdarms durchbohrt. Besonders kritisch ist nach Angaben der Mediziner das enorme Infektionsrisiko, das durch das Eindringen des Stierhorns entstanden ist.

Die Situation von Morante de la Puebla bleibt damit weiterhin äußerst kritisch. Die Ärzte betonen, dass solche Verletzungen bei Stierkämpfen zwar nicht ungewöhnlich sind, aber aufgrund der spezifischen Kontaminationsgefahr besonders gefährlich sein können.

Statistiken zu Stierkampf-Verletzungen

Obwohl es keine offiziellen landesweiten Statistiken gibt, schätzen Experten, dass es in Spanien jährlich zu über 100 schweren Verletzungen bei Stierkämpfen kommt. Tödliche Unfälle sind dank der verbesserten medizinischen Versorgung in den Arenen zwar seltener geworden, kommen aber dennoch vor.

Der letzte tödlich verunglückte Torero war laut mehreren Berichten Victor Barrio. Der 29-jährige Stierkämpfer wurde im Jahr 2016 von dem Stier Lorenzo aufgespießt – ein Horn durchbohrte dabei Lungenflügel, Herz und Hauptschlagader. Barrio erlag seinen Verletzungen noch im Krankenhaus.

Das aktuelle Drama in Sevilla wirft erneut die Frage nach der Sicherheit der Stierkämpfer und der ethischen Dimension dieser traditionellen Veranstaltung auf. Während die Feria de Abril als eines der größten Volksfeste Spaniens gilt und tausende Besucher anlockt, zeigen solche Vorfälle die unberechenbare Gefahr, der sich die Matadore bei jedem Kampf aussetzen.

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