Ibiza verschärft Mietwagen-Beschränkungen: Urlauber müssen sich auf Engpässe einstellen
Die beliebte Urlaubsinsel Ibiza, eines der Top-Reiseziele für deutsche Touristen, verschärft ihre Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung. Ab diesem Sommer gilt eine deutlich niedrigere Obergrenze für die Anzahl der Mietwagen auf der Baleareninsel. Diese Regelung soll das Verkehrsaufkommen in der Hochsaison reduzieren und die Umwelt entlasten.
Konkrete Zahlen und Auswirkungen
Konkret dürfen täglich nur noch 17.668 Touristenfahrzeuge auf Ibiza unterwegs sein, wovon maximal 14.000 Mietwagen sind. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Reduzierung um etwa 2.500 Fahrzeuge. Die neue Regelung gilt von Juni bis Ende September und bevorzugt Anbieter mit modernen, emissionsarmen Fahrzeugen bei der Kontingentvergabe.
Für Urlauber hat dies direkte Konsequenzen: Weniger Auswahl, erhöhter Planungsstress und steigende Preise sind zu erwarten. Die Branche warnt bereits vor Engpässen, insbesondere bei größeren Fahrzeugkategorien wie SUVs und Minivans.
Expertenrat: Frühzeitige Buchung empfohlen
Thorsten Lehmann, Geschäftsführer des Mietwagenanbieters Sunny Cars, bestätigt gegenüber BILD: „Voraussichtlich wird es insbesondere bei größeren Fahrzeugkategorien knapp, da in diesen Kategorien grundsätzlich weniger Autos vorhanden sind und diese somit wahrscheinlich schneller vergriffen sind.“
Experten raten Sommerurlaubern dringend, ihren Mietwagen frühzeitig zu buchen, idealerweise direkt zusammen mit Flug und Hotel. Kurzfristige Reservierungen könnten in diesem Sommer deutlich schwieriger werden.
Alternativen zum Mietwagen auf Ibiza
Für Urlauber, die zu spät buchen oder bewusst auf ein Auto verzichten möchten, gibt es mehrere Alternativen:
- Taxis: Am Flughafen und in allen größeren Orten sind Taxistände verfügbar. Eine Fahrt vom Flughafen nach Ibiza-Stadt kostet laut Portal „Ibiza Spotlight“ zwischen 19 und 22 Euro.
- Öffentliche Verkehrsmittel: Ein gut ausgebautes Busnetz verbindet alle wichtigen Orte und Strände der Insel. Eine Busfahrt kostet tagsüber nur etwa 2 bis 4 Euro.
Diese Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie der Balearen-Regierung, die bereits im vergangenen Jahr erste Beschränkungen für Autos auf Ibiza eingeführt hatte. Die aktuelle Verschärfung unterstreicht das Bestreben, den Massentourismus nachhaltiger zu gestalten und die Umweltbelastung zu reduzieren.



