25 Jahre Osterfackelschwimmen: Wenn die Fackeln die Elde erleuchten
Seit einem Vierteljahrhundert wird in Plau am See der Frühling mit einem besonderen Spektakel eingeläutet: dem Osterfackelschwimmen. Auch in diesem Jahr stürzten sich rund 30 mutige Schwimmerinnen und Schwimmer ins kalte Wasser der Elde, um vor den Augen von etwa 1000 begeisterten Zuschauern eine 500 Meter lange Strecke von der Schleuse bis zum Leuchtturm an der Metow zurückzulegen. Die brennenden Fackeln auf bunten Schwimmbrettern sorgten für eine faszinierende Illumination des Flusses und markierten den offiziellen Start der Touristensaison in der malerischen Stadt.
Eine Tradition, die Menschen verbindet
Das Osterfackelschwimmen lockt nicht nur Teilnehmer aus ganz Deutschland an, sondern verwandelt die gesamte Eldepromenade in einen lebendigen Treffpunkt. „Für mich beginnt mit dem Fackelschwimmen die Saison, denn nach dem Schwimmen trifft man sich noch am Haus Sajons und feiert bis in die Nacht“, erzählt ein begeisterter Zuschauer. Die Atmosphäre ist sowohl im Wasser als auch an Land ausgesprochen fröhlich und gesellig. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, um bei Glühwein aus Thermoskannen oder frisch Gegrilltem mit anderen ins Gespräch zu kommen.
Thomas Friedrichs, der mit seiner Familie aus Kiel angereist ist, betont: „Seit wir vor einigen Jahren mal aus Versehen hier beim Fackelschwimmen gelandet sind, lassen wir uns das nicht mehr entgehen. Plau am See ist eine hübsche Stadt und die Menschen sind sehr freundlich.“ Diese positive Stimmung wird durch die farbenfrohen Kostüme der Schwimmer noch verstärkt – von Osterhasen-Ohren bis hin zu einem beleuchteten Osterei, das die Elde hinuntertransportiert wird.
Organisation und Ablauf des Events
Organisiert wird das Osterfackelschwimmen alljährlich am Abend des Ostersamstags von der Tauch- und Schwimmschule Nitrokids. Die Schwimmer treffen sich traditionell bereits um 17 Uhr, während das eigentliche Event um 19.30 Uhr beginnt. Aufgrund der Wassertemperaturen von rund sieben Grad tragen alle Teilnehmer Neoprenanzüge, um sich vor der Kälte zu schützen. Die Fackeln sind auf speziellen Schwimmbrettern befestigt, die nicht nur für Beleuchtung sorgen, sondern auch als zusätzliche Schwimmhilfe dienen.
Die Veranstaltung zieht die gesamte Stadt in ihren Bann. „Hier trifft man eigentlich alle, denn irgendwie kommt jeder hier vorbei“, berichtet eine Passantin, die im Gewühl ihre Begleiter verloren hat und auf ein Wiedersehen hofft. Nach dem Schwimmen lassen sich Zuschauer und Teilnehmer gemeinsam frisch Gegrilltes mit passenden Getränken schmecken, was die festliche Atmosphäre bis in die Nacht hinein verlängert.
Insgesamt zeigt das Osterfackelschwimmen in Plau am See, wie eine lokale Tradition über 25 Jahre hinweg Menschen zusammenbringt und den Beginn der wärmeren Jahreszeit feierlich einläutet. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Sport, Geselligkeit und festlichem Flair ist es zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region geworden.



