5G-Ausbau in der Uckermark: Telekom aktiviert neuen Standort und plant weitere Investitionen
5G-Ausbau in Uckermark: Telekom startet neuen Standort

5G-Ausbau in der Uckermark schreitet voran: Telekom aktiviert neuen Standort

Der Mobilfunkausbau in Deutschland gewinnt weiter an Fahrt, insbesondere in ländlichen Regionen. In der Uckermark hat die Deutsche Telekom jetzt einen neuen Mobilfunkstandort in Betrieb genommen, der sowohl mit 4G als auch mit 5G-Technologie sendet. Dieser Schritt verbessert die Netzabdeckung und -qualität im Landkreis spürbar.

Neuer Standort in Potzlow verbessert Versorgung

Der neu gebaute Mobilfunkstandort befindet sich am westlichen Ortsausgang von Potzlow in der Gemeinde Oberuckersee. Laut Telekom-Pressesprecher Adrian Sanchez sendet der Standort mit 4G (Übertragungsraten bis zu 1 Gigabit pro Sekunde) und 5G (bis zu 10 Gigabit pro Sekunde). "Damit haben wir die Netzabdeckung im Landkreis weiter verbessert", so Sanchez. Aktuell seien bereits 92 Prozent der Fläche in der Uckermark mit mobilem Internet versorgt.

"98 Prozent der Haushalte im Landkreis haben jetzt Zugriff auf schnellen Mobilfunk", betonte der Telekom-Sprecher. Der Bedarf an Bandbreite nehme kontinuierlich zu – um etwa 30 Prozent pro Jahr. "Deshalb machen wir beim Mobilfunkausbau weiter Tempo", versprach Sanchez.

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Weitere Ausbaupläne für die kommenden Jahre

Die Deutsche Telekom betreibt im Landkreis Uckermark mittlerweile 90 Standorte. Die Ausbaupläne sehen vor, dass in den nächsten drei Jahren:

  • 18 weitere Standorte neu gebaut werden
  • 62 bestehende Standorte mit 4G und 5G erweitert werden

Diese Investitionen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die digitale Infrastruktur im ländlichen Raum nachhaltig zu stärken.

Notruf- und Warnsysteme profitieren vom Ausbau

Die Mobilfunkstandorte der Telekom unterstützen wichtige Sicherheitssysteme:

  1. Bei Notrufen an die 112 wird der Standort des Anrufers automatisch an die Rettungsleitstelle übermittelt
  2. Das Warnsystem sendet Gefahrenmeldungen an Mobiltelefone in betroffenen Funkzellen

Diese Funktionen sind besonders bei Großbränden, Gasexplosionen oder Überschwemmungen von entscheidender Bedeutung für die öffentliche Sicherheit.

Suche nach geeigneten Standortflächen

Beim weiteren Ausbau ist die Telekom auf die Zusammenarbeit mit Kommunen und Grundstückseigentümern angewiesen. "Wir benötigen Flächen für neue Standorte, die wir langfristig anmieten können", erklärte der Unternehmenssprecher. Vermieter erhalten dafür eine ortsübliche, langfristige Miete.

Interessierte, die eine Fläche für einen Dach- oder Maststandort anbieten möchten, können sich direkt an die Deutsche Funkturm wenden – das Unternehmen, das die Mobilfunkstandorte für die Telekom errichtet.

Regulatorische Rahmenbedingungen fördern den Ausbau

Die Bundesnetzagentur hatte im März 2025 die Nutzungsrechte für Mobilfunkfrequenzen für die drei etablierten Anbieter Telefónica, Telekom und Vodafone um weitere fünf Jahre verlängert. Gleichzeitig wurden Ausgleichslösungen für den vierten Anbieter 1&1 geschaffen.

An diese Verlängerung sind klare Auflagen geknüpft:

  • Bundesweit müssen bis 2030 mindestens 99,5 Prozent der Fläche mit mindestens 50 Mbit/s versorgt sein
  • In dünn besiedelten Gemeinden müssen bis 2029 mindestens 99 Prozent der Haushalte mindestens 100 Mbit/s erhalten
  • Alle Bundesstraßen sollen ab 2029 mit mindestens 100 Mbit/s versorgt sein
  • Landes- und Kreisstraßen müssen ab 2029 bzw. 2030 mindestens 50 Mbit/s bieten

Zudem verpflichtet ein Verhandlungsgebot die Anbieter, mit anderen Diensteanbietern über die Mitnutzung von Funkkapazitäten zu verhandeln – eine Maßnahme, die die Effizienz des Netzausbaus erhöhen soll.

Diese regulatorischen Vorgaben schaffen klare Perspektiven für den weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland, mit besonderem Fokus auf den ländlichen Raum.

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