Delivery Hero: Prosus steigert Umsatz und Gewinn – Geschäftszahlen im Überblick
Prosus steigert Umsatz und Gewinn – Geschäftszahlen

Der Technologie-Investor Prosus, Großaktionär des Essenslieferdienstes Delivery Hero, hat im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Umsatzsprung von 57 Prozent auf 9,7 Milliarden Dollar erzielt. Der bereinigte operative Gewinn legte um 84 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar zu. Erstmals schrieben Verbraucherplattformen in sämtlichen Regionen Gewinne, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Prosus hält unter anderem Anteile an der „Lieferando“-Mutter Just Eat Takeaway und dem chinesischen Internetkonzern Tencent. Der Barmittel-Zufluss erreichte mit 1,5 Milliarden Dollar ein Rekordhoch, weshalb die Dividende um 40 Prozent auf 0,28 Euro je Aktie angehoben werden soll. Die Prosus-Titel stiegen daraufhin in Amsterdam um gut drei Prozent.

FlatexDegiro erreicht Ziele für 2027 bereits in diesem Jahr

Der Online-Broker FlatexDegiro wird seine Umsatz- und Ertragsziele für 2027 nach eigener Einschätzung schon in diesem Jahr erreichen. Nach einem guten ersten Halbjahr sei für 2026 mit einem Umsatzsprung um 16 Prozent auf 650 Millionen Euro zu rechnen, das Konzernergebnis werde um 25 Prozent auf rund 200 Millionen Euro steigen, teilte FlatexDegiro am Freitag mit. Bisher war das Unternehmen von einem Umsatzanstieg um fünf bis zehn Prozent und einem Gewinn von 168 bis 184 (Vorjahr: 160) Millionen Euro ausgegangen. „Wir erreichen 2026, was wir ursprünglich für 2027 geplant hatten, und investieren gleichzeitig weiter in die nächste Wachstumsphase“, erklärte Vorstandschef Oliver Behrens. Im Februar 2027 werde man sich neue, noch höhere mittelfristige Ziele setzen.

Evonik profitiert von Lieferengpässen in Asien – Prognose erhöht

Lieferengpässe asiatischer Wettbewerber lassen die Kunden verstärkt zu Produkten des Spezialchemiekonzerns Evonik greifen. Dieser hebt nun aufgrund guter Geschäfte im zweiten Quartal seine Prognose an. Für die zweite Jahreshälfte sieht der Konzern aber weiter Unsicherheiten. Auf Basis vorläufiger Zahlen erwarte Evonik für das zweite Quartal einen bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) zwischen 600 und 650 Millionen Euro und liege damit im Mittel 23 Prozent über dem Vorjahreswert von 509 Millionen Euro, teilte der Essener Konzern am Freitag mit. Noch Anfang Mai hatte Evonik für das zweite Quartal ein Ergebnis von mindestens 550 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Im Halbjahr werde der bereinigte operative Gewinn damit bei 1,1 Milliarden Euro liegen. Evonik hob deshalb den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 an: Der Konzern erwartet nun ein bereinigtes Ebitda zwischen zwei und 2,2 Milliarden Euro nach 1,7 bis zwei Milliarden Euro zuvor.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

H&M verfehlt Gewinnerwartungen

Der schwedische Modekonzern H&M hat sich mit einem zu straffen Lagermanagement selbst ausgebremst und im Frühjahr die Gewinnerwartungen der Analysten verfehlt. Firmenchef Daniel Erver räumte am Donnerstag ein, dass das Bestandsmanagement in einigen Fällen die Fähigkeit beeinträchtigt habe, die Nachfrage vollständig zu befriedigen. Im zweiten Geschäftsquartal (März bis Mai) stagnierte das operative Ergebnis bei 5,91 Milliarden Kronen (rund 525 Millionen Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 6,38 Milliarden Kronen gerechnet. Damit ist die Serie von drei Quartalen mit steigenden Gewinnen gerissen. Auch für den laufenden Monat Juni rechnet H&M währungsbereinigt nur mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Bereinigt um einmalige Restrukturierungskosten stieg der operative Gewinn um elf Prozent. Auch die Bruttomarge verbesserte sich auf 56,6 Prozent von 55,4 Prozent im Vorjahr.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Brenntag hebt Gewinnprognose für 2026 an

Der Essener Chemikalienhändler Brenntag profitiert vom Iran-Krieg und der Blockade der Straße von Hormus und hebt seine Gewinnerwartungen für 2026 an. Das operative Ergebnis (Ebitda) werde im zweiten Quartal mit 450 (Vorjahr: 334) Millionen Euro über den Erwartungen der Analysten liegen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Diese hatten Brenntag im Schnitt nur 367 Millionen Euro zugetraut. Grund für den unerwartet kräftigen Anstieg seien „eine robuste Nachfrage und verbesserte Margen im Zusammenhang mit den Marktverwerfungen im Mittleren Osten“, hieß es in der Mitteilung. Im ersten Quartal hatte das operative Ebitda mit 306 Millionen Euro noch acht Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. Für das Gesamtjahr rechnet Brenntag nun mit einem operativen Ebitda von 1,25 bis 1,4 Milliarden Euro. Bisher lag die Spanne zwischen 1,15 und 1,35 Milliarden. „Trotz des starken zweiten Quartals bleibt Brenntag angesichts der bestehenden Unsicherheiten und des Risikos einer Nachfrageschwäche in der zweiten Jahreshälfte vorsichtig“, erklärte das Dax-Unternehmen.

Weitere Unternehmenszahlen im Überblick

Der Baumarktkonzern Hornbach machte im ersten Geschäftsquartal mehr Umsatz, aber einen Gewinnrückgang. Gestiegene Kosten belasteten das Ergebnis. Der Chemikalienhändler Brenntag profitierte vom Iran-Krieg und hob seine Gewinnprognose an. Der US-Einzelhandelsriese Walmart hielt trotz starkem Jahresauftakt an seinen Jahreszielen fest. Der schwedische Modekonzern H&M verfehlte die Gewinnerwartungen. Der Spezialchemiekonzern Evonik profitierte von Lieferengpässen in Asien und erhöhte die Prognose. Der Online-Broker FlatexDegiro erreichte seine Ziele für 2027 bereits in diesem Jahr. Der Technologie-Investor Prosus, Großaktionär von Delivery Hero, steigerte Umsatz und Gewinn deutlich.