EZB-Zinserhöhung: Diese Banken erhöhen Tagesgeld- und Festgeld-Zinsen
EZB-Zinserhöhung: Banken erhöhen Tagesgeld- und Festgeld-Zinsen

Nach der Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf 2,25 Prozent haben zahlreiche Banken die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld angehoben. Der Einlagenzins liegt nun bei 2,25 Prozent, nach zuvor 2,0 Prozent. Für Sparerinnen und Sparer bedeutet dies steigende Erträge auf ihren Geldanlagen. Unser Spar-Ticker bietet einen aktuellen Überblick über die besten Angebote und Zinsänderungen.

Top-Tagesgeld-Angebote: Bis zu 4,05 Prozent Zinsen

Derzeit bietet die Bigbank mit 4,05 Prozent pro Jahr die höchsten Tagesgeld-Zinsen für Neukunden über vier Monate, danach fällt der Zins auf 2,25 Prozent. Die Crédit Agricole gewährt 4,0 Prozent bis zum 31. Januar 2027, jedoch nur bis zu einem Betrag von 10.000 Euro und erfordert die Eröffnung eines Girokontos. Die Norisbank bietet ebenfalls 4,0 Prozent für sechs Monate, allerdings ebenfalls mit Girokonto-Zwang und der Umstellung von drei Zahlungsverbindungen. Chase bietet 4,0 Prozent für vier Monate ohne Girokonto, mit einem hohen Anschlusszins von 2,0 Prozent. Weitere Angebote umfassen die Stellantis Bank mit 3,52 Prozent für drei Monate, die Opel Bank mit 3,31 Prozent, die Umweltbank mit 3,0 Prozent für drei Monate sowie Trade Republic und Commerzbank mit jeweils 2,25 Prozent variabel.

Festgeld: Höchste Zinsen bei mittleren bis langen Laufzeiten

Bei den Festgeldkonten liegt die J&T Direktbank mit 3,5 Prozent für zehn Jahre vorn, dicht gefolgt von der BBVA mit 3,4 Prozent für fünf Jahre und der Pbb direkt mit 3,3 Prozent für fünf Jahre. Die SWK Bank bietet 3,5 Prozent für sechs Monate, jedoch mit einem Mindestanlagebetrag von 10.000 Euro. Weitere Spitzenangebote sind die Hamburg Direct Bank mit 3,0 Prozent für fünf Jahre, Klarna mit 3,0 Prozent für vier Jahre, die Stellantis Bank mit 3,1 Prozent für zwei Jahre, Hoistspar mit 3,11 Prozent für zwei Jahre, die Hanseatic Bank mit 3,0 Prozent für zwei Jahre und die Opel Direktbank mit 3,1 Prozent für zwei Jahre.

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Commerzbank und Trade Republic erhöhen Zinsen

Die Commerzbank hat ihr Topzinskonto Plus auf 2,25 Prozent für bis zu ein Jahr angehoben, zuvor waren es 1,7 Prozent. Das Angebot gilt für Neukunden und neues Geld, maximal eine Million Euro. Die Zinsauszahlung erfolgt vierteljährlich, die Einlagensicherung liegt bei 100.000 Euro über die deutsche Sicherung. Trade Republic zahlt ab sofort 2,25 Prozent auf nicht investiertes Guthaben, monatlich ausgezahlt. Das Unternehmen behält sich vor, Teile des Kapitals in Geldmarktfonds zu investieren.

Durchschnittliche Zinsen steigen laut Verivox

Laut einer Erhebung des Verbraucherportals Verivox beträgt der durchschnittliche Zins für ein Festgeld mit zwei Jahren Laufzeit derzeit etwa 2,34 Prozent, ein Anstieg um 0,07 Prozentpunkte gegenüber Mai. Beim Tagesgeld stieg der Durchschnittszins für Bestandskunden um 0,02 Prozentpunkte auf 1,34 Prozent. Neukunden können jedoch deutlich höhere Erträge erzielen. Oliver Maier von Verivox betont: „Aufgrund der schon lange sehr niedrigen Tagesgeldzinsen bei Sparkassen und Volksbanken dürften viele Kunden ihre Ersparnisse in der Vergangenheit zu Banken mit höheren Zinsen abgezogen haben. Nun würden einige der Banken versuchen, abgeflossene Gelder mit hohen Aktionszinsen zurückzugewinnen.“

Besondere Angebote: Renault Bank und SWK Bank

Die Renault Bank hat die Tagesgeld-Zinsen für Neukunden auf 3,5 Prozent für drei Monate erhöht, der Anschlusszins beträgt 2,0 Prozent. Die SWK Bank bietet ein Festgeld mit 3,5 Prozent für sechs Monate, Mindestanlage 10.000 Euro, mit deutscher Einlagensicherung.

Wichtig: Die genannten Angebote unterliegen oft Bedingungen wie Neukundenstatus, Mindestanlagesummen oder der Eröffnung eines Girokontos. Sparer sollten die Konditionen genau prüfen. Die Einlagensicherung beträgt in der Regel 100.000 Euro pro Kunde und Institut. Bei ausländischen Banken greift die Sicherung des jeweiligen Landes.

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