Flughafen München trotzt Iran-Krieg: Passagierzahlen steigen trotz 600 gestrichener Flüge
Münchner Flughafen: Passagierzahlen steigen trotz Iran-Krieg

Flughafen München trotzt Iran-Krieg mit steigenden Passagierzahlen

Der Flughafen München hat im ersten Quartal des Jahres 2026 trotz der bremsenden Auswirkungen des Iran-Kriegs eine positive Entwicklung bei den Passagierzahlen verzeichnet. Von Januar bis März wurden insgesamt 8,4 Millionen Fluggäste gezählt, wie der Flughafen mitteilte. Dies entspricht einem Zuwachs von 355.000 Passagieren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Gestrichene Flüge und leichter Rückgang bei Starts und Landungen

Allerdings sank die Zahl der Starts und Landungen leicht um 1,3 Prozent auf 68.200. Ein erheblicher Teil dieses Rückgangs ist auf den Nahost-Konflikt zurückzuführen, der zur Streichung von rund 600 Flügen führte. Diese Maßnahmen waren notwendig, um die Sicherheit und den Betrieb angesichts der geopolitischen Spannungen zu gewährleisten.

Positive Entwicklungen bei Fernverbindungen und Luftfracht

Positiv entwickelten sich insbesondere die Flugverbindungen nach Nordamerika und Fernost. Der Flugbetrieb nach Nordamerika verzeichnete ein Wachstum von 9,6 Prozent auf 742.000 Fluggäste, während die Passagierzahlen nach Fernost um 10,1 Prozent auf 724.000 stiegen. Diese Steigerungen zeigen, dass trotz regionaler Konflikte die Nachfrage nach internationalen Reisen robust bleibt.

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Die Luftfracht (ohne Post) legte um 5 Prozent auf 82.000 Tonnen zu und übertrifft damit sogar das Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Laut Flughafen ist dies vor allem auf die steigende Zahl an Verbindungen zu Zielen außerhalb Europas zurückzuführen, die zusätzliche Kapazitäten für Fracht in den Passagiermaschinen bieten. Für den weiteren Jahresverlauf erwartet der Flughafen hier weiteres Wachstum.

Unsicherheiten für die kommenden Monate

Eine konkrete Prognose zum Passagieraufkommen in den kommenden Monaten machte der Flughafen nicht. Neben den bereits entfallenen Verbindungen könnten sich auch der gestiegene Preis für Öl und damit für Kerosin negativ auswirken. Diese Faktoren stellen Herausforderungen dar, die die zukünftige Entwicklung beeinflussen könnten.

Insgesamt zeigt der Flughafen München jedoch eine bemerkenswerte Resilienz, indem er trotz geopolitischer Turbulenzen und operativer Einschränkungen steigende Passagierzahlen verzeichnen kann. Die positive Entwicklung bei Fernverbindungen und im Frachtbereich unterstreicht die strategische Bedeutung des Standorts in der internationalen Luftfahrt.

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