Geflügelverband MV gibt Entwarnung: Ausreichend Eier zu Ostern trotz Vogelgrippe
Geflügelverband MV: Genug Eier zu Ostern trotz Vogelgrippe

Geflügelverband Mecklenburg-Vorpommern gibt Entwarnung für Osterfest

Trotz einer teils angespannten Marktlage im Geflügelsektor gibt der Geflügelwirtschaftsverband Mecklenburg-Vorpommern für die bevorstehenden Ostertage Entwarnung. Nach Aussagen der Verbandsgeschäftsführerin Silvia Ey wird es im Nordosten Deutschlands ausreichend Eier geben, um die Nachfrage zu decken. „Der Markt ist angespannt, aber wir kriegen das hin“, betonte Ey in einer aktuellen Stellungnahme. Allerdings räumte sie ein, dass möglicherweise nicht an jedem Tag oder zu jeder Stunde von jeder Marke jede Eigröße verfügbar sein wird.

Auswirkungen von Tierseuchen auf die Eierverfügbarkeit

In den vergangenen Monaten haben Tierseuchen wie die Vogelgrippe und die Newcastle-Krankheit die Geflügelbestände in Deutschland erheblich beeinträchtigt. Ausbrüche dieser Krankheiten führen oft zur Keulung ganzer Bestände, was sich spürbar auf die Produktionskette auswirkt. Kundinnen und Kunden standen beispielsweise in Berlin bereits vor teilweise leeren Regalen, was Handelsunternehmen auf diese Seuchen zurückführten.

Silvia Ey erklärte, dass Ausfälle in einzelnen Bundesländern die gesamte Produktionskette beeinflussen, auch über die direkt betroffenen Regionen hinaus. „Es gibt keinen Grund zu Panik oder Hamsterkäufen“, appellierte die Geschäftsführerin an die Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie betonte, dass die Branche trotz der Herausforderungen die Versorgung sicherstellen könne.

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Appell an Geflügelhalter zur Impfung und Biosicherheit

Der Geflügelwirtschaftsverband Mecklenburg-Vorpommern rief alle Halter, von großen Betrieben bis zu Hobbyzüchtern, dringend dazu auf, die Impfungen ihrer Tiere gegen die Newcastle-Krankheit zu überprüfen und gegebenenfalls nachzuholen. Große Halter impften aktuell konsequent nach, so Ey, doch auch Kleinsthalter müssten die geltende Impfpflicht berücksichtigen.

Die Newcastle-Krankheit, die sich durch Symptome wie Atemnot, Durchfall und neurologische Störungen äußert, kann insbesondere bei Hühnern und Puten tödlich verlaufen. Enten und Gänse zeigen häufig keine Symptome, können das Virus jedoch weiterverbreiten. Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut ist eine Infektion trotz Impfung möglich, geimpfte Tiere sind jedoch schwerer zu infizieren und scheiden weniger Virus über einen kürzeren Zeitraum aus.

Ey appellierte an alle Halter, „alles zu tun, was in der Biosicherheit möglich ist“. Bei Detailfragen zur Impfung empfiehlt der Verband den Kontakt zum örtlichen Tierarzt.

Aktuelle Lage in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland

Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben von Silvia Ey bislang nicht von Ausbrüchen der Newcastle-Krankheit betroffen. Allerdings gab es im Februar in Brandenburg und Bayern die ersten Ausbrüche bei Geflügel seit rund 30 Jahren in Deutschland. Zusätzlich meldet das Friedrich-Loeffler-Institut weiterhin Nachweise der Vogelgrippe, vor allem bei Wildvögeln, aber teilweise auch in Geflügelhaltungen.

Diese Situation unterstreicht die Bedeutung präventiver Maßnahmen, um die Verbreitung von Tierseuchen einzudämmen und die Versorgung mit Eiern und anderen Geflügelprodukten langfristig zu sichern. Der Geflügelwirtschaftsverband bleibt optimistisch, dass die Osterfeiertage ohne größere Engpässe bewältigt werden können.

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