Juli 2025: Renten steigen, neue Steuer-App, Flüge günstiger
Juli 2025: Rentenplus, Steuer-App, Flugsteuer sinkt

Der Juli 2025 bringt zahlreiche Neuerungen für Millionen Menschen in Deutschland. Rentner dürfen sich über höhere Bezüge freuen, die Steuererklärung wird per App einfacher, und Flugreisen werden durch eine gesenkte Ticketsteuer günstiger. Gleichzeitig verschärfen sich die Regeln für Bürgergeldempfänger, der Online-Einkauf aus Nicht-EU-Ländern verteuert sich, und der Kölner Dom verlangt Eintritt. Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen.

Renten steigen um 4,24 Prozent

Mehr als 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner erhalten ab Juli höhere Bezüge. Die Renten steigen um 4,24 Prozent. Bei einer monatlichen Rente von 1.000 Euro bedeutet das ein Plus von rund 42,40 Euro. Die jährliche Anpassung orientiert sich an der Lohnentwicklung.

Steuererklärung mit einem Klick – App „MeinElster+“

Ab 1. Juli wird die Steuererklärung für bestimmte Gruppen deutlich einfacher: Mit der App „MeinElster+“ können rund 11,5 Millionen Menschen ihre Steuererklärung für das Jahr 2025 mit nur einem Klick abgeben. Dazu gehören ledige, kinderlose Arbeitnehmer sowie Rentner und Pensionäre. Die Finanzämter stellen eine fertige Steuererklärung mit den bereits vorhandenen Daten zur Verfügung. Nutzer können diese entweder direkt absenden oder anpassen. Die reguläre Abgabefrist für die Steuererklärung 2025 endet am 31. Juli 2026; bei steuerlicher Beratung verlängert sie sich auf den 30. April 2027.

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Bürgergeld wird Grundsicherung – schärfere Regeln

Aus dem Bürgergeld wird das Grundsicherungsgeld. Die Höhe der Leistung ändert sich nicht, aber die Regeln werden strenger: Die Karenzzeit, in der Leistungsbezieher mehr Vermögen behalten durften, entfällt. Wer Vermögen oberhalb der Freibeträge hat, muss es für den Lebensunterhalt einsetzen. Zudem sind künftig Total-Sanktionen möglich.

Ticketsteuer sinkt – Flüge werden günstiger

Die Luftverkehrsabgabe wird ab Juli gesenkt. Der Bundestag hatte die Änderung im Mai beschlossen. Je nach Strecke sinkt die Steuer um 2,50 bis 11,40 Euro pro Flug. Konkret: Kurzstreckenflüge von 15,53 auf 13,03 Euro, Mittelstrecken von 39,34 auf 33,01 Euro, Langstrecken von 70,83 auf 59,43 Euro. Ob die Airlines die Ersparnis an die Kunden weitergeben, bleibt angesichts gestiegener Kerosinpreise fraglich.

Onlineshopping aus Nicht-EU-Ländern wird teurer

Wer Waren aus Ländern außerhalb der EU bestellt, muss ab 1. Juli mit einer pauschalen Zollgebühr von 3 Euro pro Warenkategorie für Sendungen unter 150 Euro rechnen. Hinzu kommt die Einfuhrumsatzsteuer. Manche Versanddienstleister erheben zudem eine Servicepauschale. Die Verbraucherzentrale Berlin nennt ein Beispiel: Eine Handyhülle für 7 Euro könne so am Ende knapp 20 Euro kosten. Innerhalb der EU entfallen Steuern und Zölle, außer für Kaffee, Alkohol und Tabak.

Kölner Dom: Eintrittspreis von 12 Euro

Ab 1. Juli wird für den Besuch des Kölner Doms ein Eintritt von 12 Euro fällig. Damit sollen die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und Betrieb gedeckt werden. Ausnahmen gelten für Gottesdienstbesucher und Betende sowie an bestimmten kostenfreien Tagen im Jahr.

Punktehandel wird strafbar

Wer Verkehrssünder-Punkte auf andere Personen überträgt, macht sich ab 1. Juli strafbar. Paragraf 4c des Straßenverkehrsgesetzes verbietet dies ausdrücklich. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 30.000 Euro geahndet werden.

Leichterer Abschuss von Wölfen

Durch die Aufnahme des Wolfs als jagdbare Tierart im Bundesjagdgesetz können die Länder die Jagd in Regionen erlauben, in denen ein günstiger Erhaltungszustand besteht. Die Jagdzeit ist vom 1. Juli bis 31. Oktober. Zudem dürfen Wölfe, die Weidetiere getötet oder verletzt haben, unabhängig von Erhaltungszustand und Jagdzeit geschossen werden.

Pflege-Mindestlöhne steigen

Die Mindestlöhne in der Altenpflege erhöhen sich in einem ersten Schritt: Pflegehilfskräfte erhalten ab 1. Juli 16,52 Euro pro Stunde statt bisher 16,10 Euro. Die Anhebung basiert auf einer Verordnung der Bundesregierung.

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