Die Technische Universität Berlin muss erneut ein Gebäude aufgrund von Mängeln schließen. Das Gebäude BH-N am Ernst-Reuter-Platz in Charlottenburg ist ab sofort nicht mehr nutzbar. Dies teilte TU-Präsidentin Fatma Deniz den Universitätsmitgliedern am Freitag per E-Mail mit. Die Information liegt der Deutschen Presse-Agentur vor und wurde auch auf der Uni-Website veröffentlicht.
Fünf Hörsäle und zahlreiche Seminarräume betroffen
In dem betroffenen Gebäude befinden sich laut Angaben der Universität fünf Hörsäle sowie zahlreiche Seminarräume. Grund für die Schließung ist die installierte Sprühnebel-Löschanlage, die von externen Gutachtern als derzeit nicht betriebsfähig eingestuft wurde. „Ohne eine funktionierende Löschanlage ist der erforderliche Brandschutz im Gebäude nicht gewährleistet“, erklärte Deniz, die erst seit wenigen Wochen im Amt ist.
Informationsveranstaltung für Betroffene
Die TU-Mitglieder, die im Gebäude BH-N arbeiteten, forschten und lehrten, wurden am Freitag in einer Informationsveranstaltung über die Schließung informiert. Die Universität arbeitet mit Hochdruck daran, eine Teilöffnung des Gebäudes zu ermöglichen. „Wir haben ein entsprechendes Konzept erarbeitet, das in Kürze der zuständigen Bauaufsicht des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf zur Abstimmung vorgelegt werden soll“, so die Präsidentin. Parallel dazu werden die organisatorischen und finanziellen Auswirkungen geprüft.
Bereits drittes Gebäude innerhalb weniger Wochen
Das BH-N ist das dritte Gebäude der TU Berlin, das innerhalb weniger Wochen geschlossen werden musste. Bereits am 9. Mai wurde das Hauptgebäude der Universität aufgrund von Baumängeln geschlossen. Zudem musste die gemeinsame Universitätsbibliothek der TU und der Universität der Künste Berlin zwischen dem 5. und 11. Juni für Reparaturarbeiten schließen.
Die TU-Präsidentin betonte: „Wir wissen, dass die derzeitigen Einschränkungen für viele Betroffene mit erheblichen Belastungen verbunden sind.“ In den kommenden Tagen sollen weitere Informationen folgen.



